Warnung vor Betrug beim Kauf gebrauchter E-Autos
Immer mehr Menschen suchen nach einem gebrauchten Elektroauto. Allein im Juni 2026 war die Nachfrage etwa 53 Prozent höher als im Jahr zuvor. Gleichzeitig gibt es weniger Autos im Angebot. Das macht viele Käufer ungeduldig, doch genau hier setzen Betrüger an.
Die Polizei im Rheinisch-Bergischen Kreis (Nordrhein-Westfalen) warnt vor typischen Maschen. Gefährlich sind vor allem gefälschte Dokumente oder Phishing-Mails. Oft verschweigen Verkäufer die echte Vorgeschichte des Wagens. Ein großes Warnsignal ist zudem die Aufforderung, Geld im Voraus zu bezahlen. Wer auf unrealistisch günstige Preise stößt oder wenn der Verkäufer eine unabhängige Prüfung des Autos ablehnt, sollte sofort misstrauisch werden.
Besonders schwierig ist bei E-Autos die Einschätzung der Batterie. Man sieht von außen nicht, in welchem Zustand der Akku ist. Experten raten deshalb dazu, aktiv nach einem Batterie-Zertifikat oder dem sogenannten „State of Health“ zu fragen. Nur so lässt sich feststellen, wie viel Kapazität noch vorhanden ist.
Käufer sollten zudem genau nachfragen, wie das Auto im Alltag geladen wurde. Es gilt als schonend, den Akku meist zwischen 20 und 80 Prozent zu halten. Wer das Auto kauft, sollte prüfen, ob noch eine Garantie auf die Batterie besteht und ob diese auf den neuen Besitzer übertragbar ist. Wichtig ist auch, ob alle Ladekabel dabei sind und ob das Serviceheft vollständig ist.
Um sich abzusichern, empfiehlt die Initiative „Sicherer Autokauf im Internet“ (ISAK), alle wichtigen Absprachen schriftlich im Kaufvertrag festzuhalten. Der ADAC bietet hierfür kostenlose Vorlagen an. Weitere Tipps gibt es auf der Webseite der polizeilichen Beratung.
Quelle: Polizei Rheinisch-Bergischer Kreis – zur Originalmeldung