Ulm: Mercedes nach illegalem Straßenrennen beschlagnahmt
Von Samstag auf Sonntag waren Polizisten der Ermittlungsgruppe Posing in Ulm (Baden-Württemberg) unterwegs. Sie führten im Stadtgebiet Verkehrskontrollen durch und stellten dabei insgesamt rund zehn Verstöße fest.
Zwei Autofahrer waren dabei besonders auffällig. Sie fuhren in der Wielandstraße nebeneinander und taten so, als wollten sie sich gegenseitig überholen. Kurz darauf beschleunigten sie in der Thalfinger Uferstraße auf rund 110 km/h, obwohl dort nur 70 km/h erlaubt sind. In einem Bereich, in dem Überholen verboten ist, setzten sie ein anderes Auto aus dem Weg. Trotz unübersichtlicher Strecke versuchten sie wohl, noch weitere Fahrzeuge zu überholen.
Kurz vor Thalfingen passierte dann die Trennung der beiden Fahrer. Einer von ihnen gab Gas, beschleunigte auf über 150 km/h und raste an der Kontrolle vorbei. Er konnte flüchten. Den zweiten Fahrer konnten die Beamten jedoch stoppen und aus dem Verkehr ziehen.
Der 27-jährige Mann mit irakischer Staatsbürgerschaft musste seinen Führerschein sofort abgeben. Zudem nahmen die Polizisten seinen Mercedes C 300 an sich. Das Auto wurde beschlagnahmt.
Neben dem Rennen gab es weitere Verstöße. Drei Fahrer müssen nun mit einem Bußgeld von mindestens 80 Euro rechnen, weil sie mit ihren Wagen unnötigen Lärm gemacht haben. Zwei weitere Menschen bekamen Bußgelder, weil sie ihre Autos technisch so verändert hatten, dass die Betriebserlaubnis nicht mehr galt.
Die Polizei sucht noch nach dem Fahrer, der bei der Kontrolle flüchten konnte. Ob und inwieweit sich die Beteiligten strafbar gemacht haben, klärt nun die Staatsanwaltschaft. Es gilt die Unschuldsvermutung.