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Tübingen: Einzug ins Bildungshaus Winkelwiese verzögert sich

Die Grundschule und das Kinderhaus Winkelwiese können nicht wie geplant in ihr neues Gebäude ziehen. Fehlende Bauteile machen den Start zum neuen Schuljahr unmöglich.

Eigentlich sollte es nach den Sommerferien losgehen, doch der Plan ist gescheitert. Das neue Bildungshaus Winkelwiese in Tübingen (Baden-Württemberg) kann nicht zum Start des neuen Schul- und Kindergartenjahres eröffnet werden. Grund dafür sind Lieferprobleme bei wichtigen Bauteilen: Es fehlen Innentüren und eine spezielle Verglasung für den Brandschutz, die zwischen der Mensa und der Sporthalle eingebaut werden muss.

Die Stadt hat erst vor wenigen Tagen erfahren, dass die Teile nicht rechtzeitig ankommen. Das Problem liegt bei den großen Herstellern, die wegen des Krieges im Iran keine Materialien bekommen. Ohne diese Türen und das Glas gibt es keine Betriebserlaubnis und keine baurechtliche Abnahme. Außerdem können viele Einbaumöbel und die Technik erst eingebaut werden, wenn die Türen stehen.

Für die betroffenen Kinder und Eltern bedeutet das: Es gibt keinen Umzug in den Ferien. Die Grundschule und das Kinderhaus müssen nach der Sommerpause vorerst in den bisherigen Interims-Containern bleiben. Die Stadt betont, dass die Betreuung der Kinder trotzdem sichergestellt ist.

Baubürgermeister Cord Soehlke erklärte, dass die Sicherheit der Kinder und ein ruhiger Schulstart Vorrang hätten. Baustellenlärm oder fehlende Brandschutzmaßnahmen während des Unterrichts wollte man vermeiden. Die Entscheidung für den Aufschub solle nun Planungssicherheit für alle Beteiligten bringen.

Insgesamt kostet das Projekt rund 21 Millionen Euro. Das Gebäude umfasst eine Grundschule mit zwei Zügen, eine Kita mit fünf Gruppen und eine Sporthalle. Die Bauarbeiten hatten im Februar 2023 begonnen. Wann das Haus nun endlich bezugsfertig ist, steht aktuell noch nicht fest.

Quelle: Tübingen – zur Originalmeldung

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