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Trier öffnet historische Spielstadt vor den Kaiserthermen

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Kinder können in den letzten drei Sommerferienwochen erleben, wie das Leben im antiken Trier zur Zeit Kaiser Konstantins aussah.

Auf der Wiese vor den Kaiserthermen in Trier (Rheinland-Pfalz) ist es wieder so weit: Die historische Spielstadt hat ihre Tore geöffnet. Bis Freitag, den 7. August, können Kinder zwischen sechs und 14 Jahren eintauchen in die Welt der Römer. Die Aktion findet immer montags bis freitags von 10 bis 16 Uhr statt.

Die Kinder schlüpfen in die Rolle von Lehrlingen und arbeiten in verschiedenen Betrieben mit. Es gibt eine Bäckerei, eine Schreinerei, eine Schmuckschmiede und sogar ein Theater sowie ein Wirtshaus. Handwerker in echter historischer Kleidung zeigen den Jugendlichen, wie man damals gearbeitet hat. Die Kinder packen selbst mit an und verdienen als Gehilfen ihr eigenes Geld. Mit diesem Lohn können sie sich dann Waren kaufen, die in der Spielstadt hergestellt wurden.

Besonders beliebt ist die Freiheit: Die Kinder dürfen eigene Entscheidungen treffen und Verantwortung übernehmen. Das sorgt für einen großen Ansturm. In der Vergangenheit warteten manche Kinder bereits ab 5 Uhr morgens vor den Toren. Da die Plätze begrenzt sind, gilt das Prinzip: Wer zuerst kommt, darf zuerst mitmachen. Je nach Personalstärke können zwischen 60 und 120 Kinder teilnehmen.

Jeden Tag gibt es neue Themen, die altersgerecht vermittelt werden. So stand am ersten Tag die Einführung der Solidus-Münze im Mittelpunkt. Die verschiedenen Werkstätten diskutieren über diese Themen, was oft zu kleinen Konflikten führt, die dann bei der abendlichen Versammlung geklärt werden.

Die Teilnahme an der Spielstadt ist kostenlos. Da es ein offenes Konzept ist, übernehmen die Betreuer nicht die Aufsichtspflicht der Eltern. Die Kinder können die Werkstätten oder die gesamte Stadt jederzeit verlassen.

Weitere Informationen finden Interessierte unter https://spielstadt.info/. Die Aktion wird bereits seit 1992 in Trier organisiert und feiert dieses Jahr zudem das Jubiläum „40 Jahre Weltkulturerbe“.

Quelle: Trier – zur Originalmeldung

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