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Trier: Jugendfeuerwehr legt eigene Regeln für Miteinander fest

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Die Jugendlichen der Trierer Feuerwehren haben im Zeltlager einen neuen Verhaltenskodex erstellt. Damit soll der Schutz der jungen Mitglieder gestärkt werden.

In Trier (Rheinland-Pfalz) haben die Jugendlichen der örtlichen Jugendfeuerwehren gemeinsam überlegt, wie sie künftig miteinander umgehen wollen. Während des diesjährigen Ferienzeltlagers haben sie einen eigenen Verhaltenskodex erarbeitet. Das Ganze ist Teil einer größeren Initiative der Feuerwehr Trier, um den Schutz von Kindern und Jugendlichen in der Jugendarbeit zu verbessern.

Die Vorbereitungen begannen bereits im April mit einem Workshop in einer kleinen Gruppe. Im Zeltlager wurden diese ersten Ideen dann in der großen Runde besprochen, überarbeitet und optisch gestaltet. Die Jugendlichen haben dabei selbst entschieden, welche Regeln in den Kodex kommen. Im Mittelpunkt stehen Werte wie Respekt, Fairness, Hilfsbereitschaft und Akzeptanz.

Ein Beispiel aus der Praxis nennen die Teilnehmerinnen Mia und Lena: Die wichtigste Regel besagt, dass man anderen zuhört und sie ausreden lässt. Das sei gerade bei der Feuerwehr wichtig, damit die Anweisungen des Gruppenführers bei allen ankommen und nicht im Durcheinander untergehen.

Zomorrod Yasin von der Feuerwehr Trier, die die Workshops koordiniert hat, vergleicht den Kodex mit einer Klassenregel in der Schule. Die Jugendlichen sollen so wissen, welche Rechte sie haben und an welche selbst gewählten Regeln sie sich halten müssen.

Gleichzeitig haben auch die Betreuer gearbeitet. Sie haben neue Richtlinien für die Jugendarbeit und eine Selbstverpflichtungserklärung aufgesetzt. Ziel ist es, Grenzüberschreitungen oder unangemessenes Verhalten schneller zu erkennen und sicher darauf zu reagieren. Jugendwart Luca Linz von der Freiwilligen Feuerwehr betont, dass dies vor allem neuen Betreuern als „roter Faden“ dient. Zudem sind künftig regelmäßige Fortbildungen für die Betreuer geplant, um ihr Wissen über die Jugendarbeit zu erweitern.

Der stellvertretende Feuerwehrchef Dr. Andreas Palzer erklärte, dass die Jugendfeuerwehren für die Gewinnung von Nachwuchs extrem wichtig seien. Die Feuerwehr solle für die Kinder ein sicherer Ort sein, an dem Vertrauen und Respekt zählen.

Quelle: Trier – zur Originalmeldung

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