Trier erhöht ab August die Taxitarife
In Trier (Rheinland-Pfalz) wird das Taxifahren teurer. Ab dem 1. August gelten neue Preise. Das ist das erste Mal seit 2022, dass die Tarife angehoben werden. Grund dafür sind die gestiegenen Kosten für die Taxiunternehmen. Vor allem der höhere Mindestlohn und die teuren Spritpreise machen den Betrieben zu schaffen. Außerdem müssen die Fahrer neue Technik in ihre Taxameter einbauen, damit alle Zahlungen genau aufgezeichnet werden.
Die Stadt will damit sicherstellen, dass die Taxiunternehmen wirtschaftlich überleben können. Baudezernent Thilo Becker betont, dass Taxis eine wichtige Aufgabe haben. Vor allem alte oder kranke Menschen sind auf sie angewiesen, um zum Arzt zu kommen. Während Mietwagen-Apps oft nur die lukrativen Fahrten übernehmen, müssen Taxis auch in schwachen Zeiten bereitstehen.
Die Preise steigen unterschiedlich: Die Grundtarife für Tag- und Nachtfahrten sowie für Großraumtaxen gehen im Schnitt um 20 Prozent hoch. Die Kosten pro Kilometer steigen um etwa 10 Prozent. Eine Ausnahme gibt es bei Krankenfahrten: Hier bleibt der Kilometerpreis gleich, um die Kosten für Patienten gering zu halten.
Um den Unterschied zu verdeutlichen: Eine normale Fahrt am Tag (zwischen 6 und 22 Uhr) über sieben Kilometer kostet künftig 25,05 Euro. Bisher waren das 22,10 Euro.
Neu ist zudem, dass Fahrer und Fahrgäste jetzt einen Festpreis vereinbaren können. Dieser Preis darf maximal 20 Prozent über oder 5 Prozent unter dem normalen Tarif liegen. So kann man flexibler auf viel Verkehr oder ruhige Zeiten reagieren. Damit das gilt, muss der Preis vor der Fahrt per Telefon, SMS oder App verbindlich abgemacht und dokumentiert werden. Wer das nicht möchte, kann einfach wie gewohnt nach dem regulären Tarif bezahlen.
Die komplette neue Gebührenordnung kann online unter www.trier.de/19005 eingesehen werden.
Quelle: Trier – zur Originalmeldung