Trier: Betrunkener schlägt Zugbegleiterin ins Gesicht
Es war Mittwochnachmittag, als die Regionalbahn 12139 auf dem Weg von Koblenz nach Trier (Rheinland-Pfalz) war. Kurz vor der Einfahrt in den Bahnhof Schweich kontrollierte die Zugbegleiterin die Fahrkarten. Dabei bemerkte sie, dass ein 30-jähriger Rumäne kein Ticket besaß. Die Beamtin schloss ihn daraufhin von der Weiterfahrt aus.
Als der Zug am Bahnhof Schweich hielt, eskalierte die Situation. Der Mann schlug der Zugbegleiterin ins Gesicht und stieg dann aus dem Wagen aus. Die Frau erlitt leichte Verletzungen an der Lippe und an der Wange. Sie musste danach ärztlich behandelt werden.
Die Bundespolizei reagierte schnell. Eine Streife suchte den Bereich um den Bahnhof ab und nahm den Mann kurz darauf fest. Der Verdächtige pustete freiwillig in ein Messgerät. Der Atemalkoholtest zeigte einen Wert von 2,13 Promille. Weil der Mann so stark betrunken war, ordnete eine Richterin zusätzlich eine Blutentnahme an.
Nachdem die Polizei alle notwendigen Maßnahmen erledigt hatte, durfte der 30-Jährige die Dienststelle wieder verlassen. Er muss sich nun jedoch mit rechtlichen Folgen auseinandersetzen. Die Polizei hat ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der Körperverletzung und wegen des Erschleichens von Leistungen eingeleitet.
Ob und inwieweit sich der Verdächtige strafbar gemacht hat, klärt nun die Staatsanwaltschaft. Es gilt die Unschuldsvermutung.