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Trier warnt vor herabstürzenden Ästen durch Trockenheit

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Extreme Hitze und wenig Regen schädigen die Bäume in Trier massiv. Die Stadt warnt die Bürger vor plötzlichen Astbrüchen in Parks und auf Spielplätzen.

In Trier (Rheinland-Pfalz) leiden die Stadtbäume unter einer extremen Trockenperiode. Im Juli hat es laut Wetterstation Avelsbach fast 93 Prozent weniger geregnet als sonst. Gleichzeitig war es deutlich wärmer und die Sonne schien viel mehr. Die Folgen sieht man zum Beispiel in der Bruchhausenstraße: Dort hat ein fast 100 Jahre alter Bergahorn bereits verwelkte Blätter und komplett kahle Äste.

Baumkontrolleur Valentin Benzkirch von StadtRaum Trier (SRT) zieht eine ernüchternde Bilanz. Die Hitze im Frühjahr und die Trockenheit im Juni und Juli haben im gesamten Stadtgebiet zu schweren Schäden geführt. Einige Bäume sind bereits teilweise abgestorben oder so stark geschädigt, dass man sie wohl nicht mehr retten kann. Auch bei großen Bäumen stirbt das Holz in den Kronen ab oder es bilden sich vermehrt tote Äste.

Besonders gefährlich ist, dass die geschwächten Bäume jetzt leichter Opfer von Pilzen werden, die das Holz zersetzen. Das macht die Bäume instabil. Zudem kommt es bei der Hitze zu sogenannten Grünastbrüchen. Dabei können selbst Äste abbrechen, die eigentlich gesund und voll belaubt aussehen. Da man das kaum vorhersagen kann, warnt die Stadt die Menschen. Wer in Parks, auf Grünanlagen oder Spielplätzen unterwegs ist, sollte auf Knackgeräusche achten. Wenn Äste abgestorben aussehen, sollte man den Bereich lieber sofort verlassen.

Die Stadt versucht, den Baumbestand zu retten. Insgesamt sieben Fahrzeuge – fünf von der Stadt und zwei von einer externen Firma – gießen die Bäume. Damit das Wasser nicht verschwendet wird, helfen Sensoren im Boden. Diese messen die Feuchtigkeit und schicken die Daten per Funk an ein System, das dann sagt, wo genau gegossen werden muss.

Zusätzlich setzt die Stadt auf Schutzmaßnahmen: Die Baumscheiben werden gemulcht, damit der Boden nicht so schnell austrocknet. Junge Bäume bekommen einen hellen Anstrich am Stamm, um sie vor Sonnenbrand zu schützen. Auch das Herbstlaub wird unter großen Bäumen liegen gelassen, um die Wurzeln zu kühlen.

Dezernent Dr. Thilo Becker betont, dass der Klimawandel die Stadtbäume bereits jetzt massiv beeinflusst. Das bedeutet mehr Arbeit bei der Pflege und der Sicherheit für die Passanten. Die Stadt will das Grün langfristig sichern, da die Bäume wichtig für den Schatten und die Luftqualität in Trier sind.

Quelle: Trier – zur Originalmeldung

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