Trier baut Schulen in den Ferien aus
In den Sommerferien herrscht an vielen Schulen in Trier (Rheinland-Pfalz) Hochbetrieb. Der Grund ist ein neues Gesetz: Seit dem 1. August haben Grundschulkinder in Rheinland-Pfalz einen stufenweisen Anspruch auf Ganztagsförderung. Das bedeutet acht Stunden Betreuung an fünf Tagen pro Woche. Bis zum Schuljahr 2029/30 sollen alle Kinder versorgt sein. Deshalb müssen die Schulen jetzt schnell zusätzliche Räume schaffen.
Am Friedrich-Wilhelm-Gymnasium (FWG) in der Nähe der Kaiserthermen gibt es eine neue Mensa. Hier können nun pro Schultag in drei Schichten etwa 90 Mahlzeiten ausgegeben werden. Dafür wurden eine größere Lüftungsanlage sowie eine neue Spülküche eingebaut. Außerdem gibt es einen neuen Aufenthaltsraum für die Schüler. Die Kosten für dieses Projekt liegen bei rund 367.000 Euro. Zusätzlich wurden der Brandschutz verbessert und Abwasserleitungen saniert.
An der Grundschule Feyen reicht der Platz nicht mehr aus, weil viele Familien in das neue Wohngebiet Castelnau-Mattheis gezogen sind. Zuerst wurde das Schulgebäude erweitert und ein Container der Kita Estricher Hof übernommen. Jetzt wurden zwei weitere Container aufgestellt, damit pünktlich zum Schulstart genug Platz ist. Das kostet rund 385.000 Euro. Für die Kinder gibt es dort auch eine eigene Toilettenanlage. Zudem gibt es ein Projekt gegen den Müll auf dem Schulhof, das vom Jugendparlament und dem Ortsbeirat angestoßen wurde.
Im Schulzentrum Mäusheckerweg wird am FSG der Toilettentrakt komplett saniert. Die Arbeiten dauern bis nächsten Sommer und kosten rund eine Million Euro. Damit die Schüler trotzdem auf die Toilette können, stehen auf dem Hof Container. Im Verwaltungstrakt wurden zudem Deckenverkleidungen erneuert. Auch die Matthias-Grundschule in Trier-Süd bekommt eine neue Mensa in Modulbauweise.
Bürgermeisterin Britta Weizenegger und Baudezernent Thilo Becker haben die Baustellen besucht. Sie sind zufrieden, dass alles im Zeitplan läuft. Die Ferien werden genutzt, weil solche Arbeiten während des Unterrichts kaum möglich wären.
Quelle: Trier – zur Originalmeldung