Travemünder Woche in Lübeck mit wenig Kriminalität
Vom 17. bis zum 26. Juli 2026 feierte Lübeck (Schleswig-Holstein) die 137. Travemünder Woche. Damit, dass alles glatt läuft, sorgte eine große Truppe von Sicherheitsleuten. Neben der lokalen Polizei aus Lübeck halfen Beamte der Bereitschaftspolizei aus Eutin, die Wasserschutzpolizei Travemünde, die Bundespolizei aus Kiel und der städtische Ordnungsdienst.
Der Start war jedoch unruhig. Besonders am Samstagabend, dem 18. Juli, eskalierte die Lage auf der Strandpromenade. Dort kam es zu einer größeren Schlägerei. Bei dem Streit wurden mehrere Menschen verletzt, darunter auch einige Polizisten und Passanten, die versucht hatten zu helfen. Wegen dieses Vorfalls schickte die Polizei für den Rest der Veranstaltung noch mehr Beamte auf die Straßen.
Insgesamt besuchten etwa 600.000 Menschen das Event. Die Bilanz der Polizei zeigt, dass die Kriminalität im Vergleich zum Vorjahr gesunken ist. Insgesamt wurden 55 Straftaten angezeigt. Das sind weniger als im Jahr 2025, als es noch 61 Fälle waren. Am häufigsten waren Körperverletzungen mit 25 Fällen, gefolgt von zehn Diebstählen.
Neben den Straftaten gab es 33 Einsätze, bei denen die Polizei einfach nur helfen musste. Die Beamten suchten nach vermissten Menschen, halfen Leuten in Not oder schlichteten kleinere Streit.
Ein besonderer Fokus lag diesmal auf Messern. Unter dem Motto "Kein Ort für Messer!" kontrollierten die Beamten zusammen mit dem Ordnungsdienst und der Bundespolizei rund 550 Besucher. Zuvor gab es bereits Plakate in Bussen und am Gelände, die vor dem Verbot warnten. Bei sieben Menschen fanden die Beamten tatsächlich verbotene Messer.
Die Ermittlungen zu den einzelnen Straftaten dauern an.