Lübeck: Schwerer Frontalzusammenstoß zwischen Lkw und Linienbus
Es war Dienstagmorgen, kurz vor 9 Uhr, als es im Stadtteil St. Jürgen (Lübeck, Schleswig-Holstein) zu einem schweren Unfall kam. Ein Lkw fuhr auf der Straße Langensahl in Richtung Kronsforder Landstraße. Zur gleichen Zeit kam ihm ein Linienbus aus Richtung Raabrede entgegen.
Aus einem bisher ungeklärten Grund geriet der Lkw plötzlich auf die Spur des Busses. Die beiden Fahrzeuge prallten frontal zusammen. Die Wucht des Aufpralls war so groß, dass die Fahrerkabinen stark deformiert wurden. Beide Fahrer – der 36-jährige Lkw-Fahrer und der 55-jährige Busfahrer – wurden in ihren Fahrzeugen eingeklemmt.
Die Feuerwehr musste mit schwerem Gerät anrücken, um die beiden Männer aus dem Wrack zu retten. Danach wurden sie mit schweren Verletzungen in Krankenhäuser in Lübeck gebracht. Im Bus saßen zum Zeitpunkt des Unfalls neun Fahrgäste. Drei von ihnen wurden verletzt, zwei davon mussten ebenfalls ins Krankenhaus.
Am Unfallort war ein großer Einsatz von Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei zu beobachten. Sogar ein leitender Notarzt wurde gerufen. Da aus beiden Fahrzeugen Betriebsstoffe ausliefen, musste eine Spezialfirma die Fahrbahn reinigen. Diese Arbeiten dauerten bis in den Nachmittag an.
Der Gelenkbus und der Lkw waren nicht mehr fahrbereit und wurden abgeschleppt. Der Sachschaden liegt laut ersten Schätzungen im hohen fünfstelligen Bereich. Wegen der Bergung und der Reinigung kam es in der Straße Langensahl, an der Kronsforder Landstraße und im Gewerbegebiet zu Staus und Behinderungen.
Auf Antrag der Staatsanwaltschaft war ein Sachverständiger vor Ort, um den Unfall genau zu rekonstruieren. Die Polizei und die Staatsanwaltschaft ermitteln nun, wie es zu dem Zusammenstoß kam. Die Ermittlungen dauern an.