Thüringen plant radikale neue Kreisgrenzen
Der Thüringer Minister für Inneres und Kommunales, Dr. Holger Poppenhäger (SPD), hat am 11. Oktober 2016 einen Plan veröffentlicht, wie die Landkreise im Freistaat in Zukunft aussehen könnten. Die Änderungen sind massiv: Von den bisherigen 17 Landkreisen und sechs kreisfreien Städten sollen am Ende nur noch acht Landkreise und zwei kreisfreie Städte übrig bleiben.
Für die Menschen in Dobitschen (Landkreis Altenburger Land, Thüringen) bedeutet das konkret, dass sie künftig in einem neuen Ostthüringer Kreis landen könnten. Dieser neue Verbund soll aus dem Altenburger Land, dem Landkreis Greiz und der Stadt Gera bestehen. Damit ist ein anderer Vorschlag der Landrätin Michaele Sojka (Die Linke) wohl vom Tisch. Sie wollte lieber eine Lösung aus dem Altenburger Land und Teilen des Saale-Holzland-Kreises.
Die Grundlage für diese Pläne ist ein Gutachten der Ruhr-Universität Bochum. Das bedeutet aber auch, dass es sich noch nicht um das fertige Gesetz handelt. Der endgültige Entwurf zur Neugliederung soll erst Anfang des zweiten Quartals 2017 auf den Tisch kommen.
Einige Details sind daher noch völlig offen. Es steht zum Beispiel noch nicht fest, welche Städte die neuen Kreisstädte werden. Zwar schlägt das Gutachten für den neuen Ostkreis die Stadt Gera vor, aber entschieden ist das noch nicht. Auch die Namen der neuen Kreise müssen erst noch von den künftigen Kreistagen beschlossen werden.
Weitere Angaben liegen bislang nicht vor.
Quelle: Dobitschen – zur Originalmeldung