Dobitschen: Frust nach erfolglosem Besuch im Innenministerium
Am 28. September 2016 reiste eine Gruppe von 14 Vertretern aus den Verwaltungsgemeinschaften Altenburger Land und Rositz nach Erfurt. Mit dabei war auch ein Vertreter aus Dobitschen (Landkreis Altenburger Land, Thüringen). Das Ziel war klar: Die Politiker wollten im Thüringer Ministerium für Inneres und Kommunales ausloten, ob sie sich zu einer Land- oder Einheitsgemeinde zusammenschließen können. Das sollte passieren, falls die geplante Gebietsreform nicht mehr zu stoppen ist.
Die Reise endete in großer Enttäuschung. Viele der Ehrenamtlichen hatten sich extra Urlaub genommen, um bei dem Termin dabei zu sein. Am Ende des Tages gab es jedoch weder eine klare Zusage noch eine Absage. Besonders ärgerlich: Weder der Innenminister Dr. Holger Poppenhäger noch Staatssekretär Udo Götze nahmen sich Zeit für die Vertreter der 12 Gemeinden. Statt eines Gesprächs mit den Chefs gab es nur Antworten von einer Sachbearbeiterin, die den Politikern neue Hausaufgaben aufgab.
Die Gemeinden wollen verhindern, dass sie einfach als Ortsteile in eine größere Stadt eingegliedert werden. Sie befürchten, dass dadurch die ländliche Identität verloren geht und die Kosten für die Bürger steigen. Ein Zusammenschluss der beiden Verwaltungsgemeinschaften zu einer eigenen Einheit wäre ihr Wunschweg, um die Dorfstrukturen zu erhalten. Aus dem Ministerium war jedoch zwischen den Zeilen herauszuhören, dass dies kaum Erfolg haben wird, da die Landesregierung vor allem die größeren Städte stärken will.
Die Verantwortlichen aus Rositz und dem Altenburger Land müssen nun zum dritten Mal ihre Fragen schriftlich einreichen. Ob und wann eine Antwort kommt, bleibt ungewiss. In der Vergangenheit dauerte es laut den Beteiligten bis zu drei Monate, bis eine Rückmeldung aus Erfurt eintraf.
Die Ermittlungen zur Gebietsreform dauern an.
Quelle: Dobitschen – zur Originalmeldung