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Talsperre Lehnmühle: Betreten des Stauraums lebensgefährlich

Die Landestalsperrenverwaltung warnt vor dem Betreten der Talsperre Lehnmühle. Durch den niedrigen Wasserstand drohen gefährliche Fallen und Einstürze.

Wer aktuell an der Talsperre Lehnmühle (Sachsen) unterwegs ist, sollte auf keinen Fall ins Wasser oder an die Ufer steigen. Die Landestalsperrenverwaltung des Freistaates Sachsen hat ein striktes Betretungsverbot für den Stauraum und die Uferbereiche ausgesprochen. Der Grund ist vor allem der sehr niedrige Wasserstand.

Das Betreten ist lebensgefährlich. Über viele Jahre haben sich am Boden feine Sedimente angesammelt. In diesem Schlamm kann man leicht stecken bleiben. Zudem verbergen diese Ablagerungen Untiefen und Gegenstände, die angeschwemmt wurden und an denen man sich verletzen kann. Besonders gefährlich ist die Steinbrücke, die man wegen des niedrigen Wasserspiegels jetzt sehen kann: Sie ist nicht mehr stabil und kann jederzeit einstürzen.

Zusätzlich zum Sicherheitsrisiko liegt das Gebiet in der Trinkwasserschutzzone 1. Dieser Bereich genießt auch dann einen besonderen Schutz, wenn kaum noch Wasser im Becken ist.

Der Wasserstand ist in den letzten Monaten stark gesunken. Aktuell sind nur noch etwa 25 Prozent des Stauzieles erreicht. Das liegt an der anhaltenden Trockenheit und daran, dass Wasser an die Talsperre Klingenberg abgegeben wurde, um die Qualität des Rohwassers zu sichern.

Die Talsperre Lehnmühle selbst liefert kein Wasser direkt für die Versorgung. Sie arbeitet im Verbund mit der Talsperre Klingenberg. Diese ist derzeit zu rund 86 Prozent gefüllt und wichtig für die Wasserversorgung in Freital und im Großraum Dresden. Insgesamt liegt das System aus Lehnmühle und Klingenberg bei etwa 53 Prozent. Damit die Versorgung stabil bleibt, wird zudem Wasser aus der Talsperre Rauschenbach nach Klingenberg geleitet. In Sachsen sind viele Talsperren über Rohrleitungen und Stollen verbunden, um solche Schwankungen auszugleichen.

Quelle: Medienservice Sachsen – zur Originalmeldung

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