JVA Chemnitz: Neue Küche für 8,5 Millionen Euro fertig
In der JVA Chemnitz (Sachsen) gibt es ab sofort eine komplett modernisierte Küche. Der Staatsbetrieb Sächsisches Immobilien- und Baumanagement (SIB) hat die Arbeiten abgeschlossen und die Anlage in Betrieb genommen. Damit ist die Vollverpflegung in der Einrichtung wieder sichergestellt.
Die alte Küche stammte noch aus dem Jahr 2001. Über zwei Jahrzehnte lang wurde dort täglich das Essen für die Insassen und das Personal zubereitet. Mit der Zeit war die Technik jedoch veraltet und entsprach nicht mehr den heutigen Standards. Deshalb wurde die Küche auf einer Fläche von über 500 Quadratmetern grundlegend saniert.
Die Kosten für den Umbau belaufen sich auf rund 8,5 Millionen Euro. Dieses Geld stammt aus Steuermitteln, die vom Sächsischen Landtag im Haushalt beschlossen wurden. Während der Bauphase, die Mitte 2024 begann, mussten die Verantwortlichen improvisieren: Die Verpflegung lief in dieser Zeit über eine provisorische Containerküche.
Bei der Sanierung wurde viel verändert. Im Erdgeschoss blieb der Grundriss zwar ähnlich, aber die Räume wurden neu geordnet. Es gibt jetzt größere Umkleiden sowie neue Kühl- und Tiefkühlzellen für die Vorräte. Im Obergeschoss wurde fast alles neu geplant. Die Flure wurden an die Außenwand verlegt, während in der Mitte nun Kühlräume für die tägliche Lagerung stehen. Der Bereich zum Kochen und Braten ist jetzt offen gestaltet. Zudem gibt es im Obergeschoss neue Aufenthaltsräume mit Sanitäranlagen für die Bediensteten und die Gefangenen. Nur der Lastenaufzug konnte in seiner alten Form erhalten bleiben.
Die neue Küche soll nun nicht nur sicherer und zuverlässiger sein, sondern auch Energie sparen und die Arbeitsabläufe für alle Beteiligten verbessern.