Stendal: Vater bezahlt Geldstrafe für festgenommenen Sohn
Am Samstag gegen 12:25 Uhr kontrollierte eine Streife der Bundespolizei einen 38-jährigen Deutschen am Hauptbahnhof in Stendal (Sachsen-Anhalt). Bei der Überprüfung der Daten im Computersystem stellten die Beamten schnell fest, dass ein Haftbefehl gegen den Mann vorlag. Die Staatsanwaltschaft Kassel suchte den Mann.
Die Geschichte dazu begann bereits Anfang 2024. Damals hatte das Amtsgericht Kassel den Mann wegen Drogenbesitzes verurteilt. Er sollte eine Geldstrafe von 500 Euro zahlen. Wer das Geld nicht aufbringt, muss stattdessen ins Gefängnis – in diesem Fall waren ursprünglich 20 Tage Haft vorgesehen.
Der Mann zahlte die Summe jedoch nicht komplett. Auch auf die Aufforderung, sich im Gefängnis zu melden, reagierte er nicht. Deshalb wurde im August 2025 der Haftbefehl ausgestellt.
Die Polizisten am Bahnhof erklärten dem Mann die Lage und nahmen ihn fest. Sie brachten ihn direkt mit auf die Dienststelle am Bahnhof. Dort konnte der Festgenommene seinen Vater kontaktieren. Dieser zahlte sofort den noch offenen Restbetrag von 250 Euro.
Durch die Zahlung konnte der Mann direkt wieder frei kommen. Er ersparte sich damit einen fünf Tage langen Aufenthalt in einer Justizvollzugsanstalt. Die Bundespolizei informierte anschließend die Behörden in Kassel, dass der Haftbefehl erledigt ist.
Die Ermittlungen sind mit der Zahlung der Geldstrafe abgeschlossen.
Quelle: Bundespolizeiinspektion Magdeburg – zur Originalmeldung