Zum Inhalt springen
newssofort.de

Landkreis Stendal: Neues Wehr im Secantsgraben in Betrieb

Die Landkreise Stendal und Salzwedel haben bei Berkau eine neue Stauanlage eröffnet, um den Wasserstand in der Region besser zu steuern.

Am Donnerstag haben die Landräte Patrick Puhlmann aus dem Landkreis Stendal (Sachsen-Anhalt) und Steve Kanitz aus dem Altmarkkreis Salzwedel ein neues Wehr offiziell in Betrieb genommen. Die Anlage steht im Secantsgraben bei Berkau. Dieser Graben bildet die Grenze zwischen den beiden Landkreisen.

Das alte Wehr funktionierte nicht mehr. Deshalb konnte das Wasser in der Gegend nicht mehr ausreichend zurückgehalten werden. Das war ein Problem, denn die Region gehört zum europäischen Vogelschutzgebiet „Milde-Niederung Altmark“. Damit die wertvollen Niedermoorflächen und die dort lebenden, bedrohten Tierarten überleben, ist ein stabiler Wasserstand wichtig. Mit dem Neubau können die Verantwortlichen den Wasserstand in der Niederung nun wieder gezielt steuern und verbessern. Das hilft vor allem den Wiesenflächen, besonders wenn es in Zukunft noch trockener wird.

Die gesamte Maßnahme kostete 850.000 Euro. Einen Großteil der Summe, nämlich 792.315 Euro, hat das Land Sachsen-Anhalt übernommen. In diesem Geld sind die Planung durch Ingenieure, die ökologische Begleitung und die eigentlichen Bauarbeiten enthalten. Geplant wurde das Projekt von der Firma WSTC aus Stendal, während die Firma ASTKA aus Altmersleben den Bau übernommen hat.

Das neue Wehr ist Teil einer langfristigen Strategie. Schon seit 2012 arbeiten die beiden Landkreise gemeinsam an der Verbesserung des Wasserhaushalts. Zuvor gab es Studien zum ökologischen Zustand der Fläche und verschiedene Pilotprojekte. Seit 2024 treffen sich Fachleute und Bürger zudem jährlich zu einer Wasserkonferenz, um Lösungen gegen die zunehmende Trockenheit in der Region zu finden.

Quelle: Landkreis Stendal – zur Originalmeldung

← Zurück zur Übersicht

Weitere Meldungen aus Landkreis Stendal

Alle ansehen

Aus dem Umkreis: Stendal

Alle ansehen