Stadtfest in Siegen: Polizei setzt auf starke Präsenz
In Siegen (Nordrhein-Westfalen) beginnt das Stadtfest, und die Verantwortlichen haben dieses Jahr besonders strenge Sicherheitsregeln aufgestellt. Der Grund dafür sind schlimme Erlebnisse der letzten Zeit. Vor wenigen Wochen gab es in Berlin eine Amok-Fahrt beim Christopher Street Day. Zudem erinnert man sich in Siegen an das Jahr 2024, als eine Frau mit einem Messer auf sechs Menschen losging und diese lebensgefährlich verletzte.
Deshalb wird die Polizei dieses Jahr noch mehr Personal einsetzen als im letzten Jahr. Landrat Andreas Müller und Bürgermeister Tristan Vitt haben sich bereits am Freitagmorgen in der Innenstadt ein Bild von der Lage gemacht. Die Beamten sind sowohl in Uniform als auch in Zivil in der Ober- und Unterstadt unterwegs. Wer Hilfe braucht oder Fragen hat, kann zum „Treffpunkt Sicherheit“ beim Café Extrablatt in der Bahnhofstraße gehen. Dieser ist am Freitag und Samstag bis etwa 2 Uhr nachts und am Sonntag bis 20 Uhr besetzt. Damit mehr Polizisten auf den Straßen streifen können, gibt es am ZOB dieses Mal keine extra Anlaufstelle.
Auch technisch wird aufgerüstet. Die Stadt nutzt Videoüberwachung und hat Zufahrten mit Absperrungen gesichert. Es kommen eigene sogenannte Terrorsperren zum Einsatz, weitere wurden extra angemietet. Zudem wurden die technischen Sperrsysteme im Jahr 2026 noch einmal erweitert.
Ein wichtiger Punkt ist das Waffengesetz: Seit Ende 2024 ist es verboten, Messer oder Waffen auf Volksfesten und Märkten mitzuführen. Dieses Verbot gilt automatisch auch für das Stadtfest. Die Einsatzkräfte achten deshalb gezielt auf solche Gegenstände.
Obwohl die Maßnahmen streng sind, betont Landrat Müller, dass es bei so großen Menschenmengen nie eine absolute Sicherheit gibt. Dennoch wolle man sich die gute Stimmung des Festes nicht durch die Angst vor Attentätern verderben lassen.
Quelle: Siegen – zur Originalmeldung