Stade: BMW schiebt Autos vor Fähranleger zusammen
Es war früher Nachmittag, gegen 13:25 Uhr, als es auf der Bundesstraße 495 in Stade (Niedersachsen) knallte. Vor dem Fähranleger Wischhafen hatten sich mehrere Autos in einer Schlange aufgestellt und warteten auf die Überfahrt.
Am Ende der Schlange stand ein 56-jähriger Mann in seinem BMW X5. Plötzlich setzte sich der Wagen in Bewegung und schob die drei Fahrzeuge vor sich mit voller Wucht zusammen. Vermutlich hatte der Fahrer aus Versehen das Gaspedal getreten, statt zu bremsen.
Besonders schlimm traf es eine 67-jährige Frau aus Hanstedt. Sie stand mit ihrem Ford-Wohnmobil im Stau. Durch den Aufprall eines Ford Transit, den ein 26-Jähriger aus Hohenaspe steuerte, wurde die Frau zwischen den beiden Autos eingeklemmt. Sie wurde schwer verletzt. Die Retter versorgten sie erst vor Ort, dann flog ein Rettungshubschrauber sie in eine Klinik nach Hamburg.
Auch in einem Peugeot saßen Menschen. Der 60-jährige Fahrer kam aus Havixbeck, sein 52-jähriger Beifahrer aus Steinfurt wurde leicht verletzt. Er wurde mit dem Rettungswagen in das Elbeklinikum nach Stade gebracht.
Die Feuerwehr aus Wischhafen rückte aus, um die Unfallstelle abzusichern und die beschädigten Wagen zu bergen. Weil der Hubschrauber auf der Straße landen musste, kam es beim Fährverkehr zu Verzögerungen. Alle vier Autos wurden schwer beschädigt. Der Gesamtschaden liegt bei etwa 50.000 Euro.
Die Polizei untersucht nun den genauen Hergang. Ob und inwieweit sich der Fahrer des BMW strafbar gemacht hat, klärt nun die Staatsanwaltschaft. Es gilt die Unschuldsvermutung.