Sozialarbeiterin Julia Schmitfranz im Jugendhaus Rietberg
Julia Schmitfranz (30) arbeitet seit drei Jahren als Sozialarbeiterin für die Stadtverwaltung in Rietberg (Kreis Gütersloh, Nordrhein-Westfalen). Ihr Einsatzort ist das Jugendhaus Südtorschule. Für sie ist die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen ein Traumjob, den sie jederzeit wieder wählen würde.
Besonders die Mädchen suchen oft das Gespräch mit ihr. Das liegt wohl auch daran, dass sie die einzige Frau im Team des Jugendhauses ist. Die Themen sind unterschiedlich: Es geht um Streit mit Freunden, Probleme in der Schule oder die erste große Liebe. Julia Schmitfranz sieht ihre Aufgabe darin, den Jugendlichen beizustehen und sie zu bestärken. Wenn die jungen Leute eigene Ideen haben, etwa für Ausflüge, die Gestaltung der Räume oder sogar ein eigenes Musical, hilft sie bei der Umsetzung. Die Jugendlichen sollen die Dinge selbst in die Hand nehmen, statt nur am Handy zu sitzen.
Bevor sie nach Rietberg kam, arbeitete sie hauptsächlich mit Erwachsenen. Ihr fehlte jedoch die pädagogische Arbeit mit jungen Menschen. Sie hat Soziale Arbeit studiert und einen Master in Erziehungswissenschaft gemacht. Neben dem Studium sind für sie Eigenschaften wie Geduld, Kreativität und Empathie im Alltag wichtig. Sie beschreibt das Jugendhaus als eine Art kleine Gesellschaft, in der die Jugendlichen lernen, wie Demokratie funktioniert, wie man Kompromisse findet und Probleme löst.
Aktuell ist das Team des Jugendhauses für zwei Wochen im Rietberger Gartenschaupark aktiv. Dort finden die beliebten Ferienspiele für Kinder zwischen 6 und 10 Jahren statt. Das Programm ist vielfältig: Die Kinder bauen Boote, basteln Girlanden, batiken Stoffe oder nehmen an großen Gruppenspielen teil. Während die Ferienspiele laufen, bleibt das Jugendhaus selbst für zwei Wochen geschlossen.
Quelle: Rietberg – zur Originalmeldung