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Sondershausen stellt Passfotos ab Mai digital um

Wer in Sondershausen einen neuen Reisepass beantragen will, muss bald auf ausgedruckte Passfotos verzichten. Die Stadt führt ein neues digitales System ein.

Ab dem 1. Mai 2025 ändert sich im Bürgerbüro in Sondershausen (Thüringen) die Art und Weise, wie Passfotos für Ausweise und Reisepässe eingereicht werden. Ausgedruckte Bilder werden dann nicht mehr angenommen. Stattdessen setzt die Stadt ausschließlich auf digitale, biometrische Lichtbilder.

Die Bürger haben zwei Möglichkeiten: Sie können das Foto bei einem professionellen Fotografen machen lassen oder direkt im Bürgerbüro. Letzteres bietet ab Mai ein zertifiziertes Aufnahmesystem an. Die Kosten für das digitale Foto vor Ort liegen bei sechs Euro. Wichtig ist dabei: Das Foto wird nur für den Pass genutzt. Man bekommt es weder ausgedruckt noch als Datei auf die Hand.

Wer einen Reisepass beantragen möchte, muss persönlich im Amt erscheinen. Minderjährige kommen zusammen mit ihrem gesetzlichen Vertreter. Zudem ist die Einverständniserklärung des zweiten Elternteils nötig. Diese bekommt man im Bürgerbüro und muss sie spätestens bei der Abholung des Passes unterschrieben abgeben. Mitbringen sollte man den alten Pass oder Personalausweis sowie die Geburtsurkunde, falls es das erste Dokument ist.

Die Kosten für den Pass hängen vom Alter ab. Für Menschen unter 24 Jahren kostet er 37,50 Euro und ist sechs Jahre gültig. Ältere zahlen 70,00 Euro für eine Gültigkeit von zehn Jahren. Wer mehr Platz für Stempel braucht, kann gegen 22,00 Euro einen Pass mit 48 Seiten bestellen. Ab sechs Jahren werden Fingerabdrücke genommen, ab zehn Jahren auch die Unterschrift.

Normalerweise dauert es fünf bis sechs Wochen, bis der Pass fertig ist. Wer es eilig hat, kann das Expressverfahren nutzen. Das kostet 32,00 Euro extra, aber der Pass ist dann in fünf Werktagen fertig. In extremen Notfällen gibt es den vorläufigen Reisepass für 26,00 Euro, sofern ein normaler Antrag nicht mehr rechtzeitig möglich war. Hier muss man die Dringlichkeit, etwa durch Reiseunterlagen, belegen können. Achtung: Die USA erkennen den vorläufigen Pass nicht an.

Quelle: Sondershausen – zur Originalmeldung

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