Sondershausen: Bürger entscheiden über neue Projekte
Die Menschen in Sondershausen (Kyffhäuserkreis, Thüringen) haben entschieden, welche Projekte in ihrer Stadt und den Ortsteilen Geld bekommen sollen. Am beliebtesten war die Erneuerung der Zufahrt zum Sportplatz in Schernberg. Mit insgesamt 464 Stimmen belegte dieser Vorschlag den ersten Platz. Die Zufahrt dort ist laut Antragsteller Frank Stietz in einem katastrophalen Zustand, das Tor lässt sich nicht mehr schließen und der Zaun ist löchrig. Für das Material werden etwa 10.000 Euro benötigt.
Auf dem zweiten Platz landete die Leichtathletikanlage Göldner. Hier soll die Tribüne eine Überdachung bekommen, damit Sportler und Zuschauer nicht mehr im Regen stehen oder in der Sonne braten. Geplant ist eine modulare Bauweise, bei der erst einmal fünf von sieben Feldern gebaut werden. Die Kosten dafür liegen laut Angebot bei 14.399 Euro brutto. Um im Budget zu bleiben, will man Eigenleistungen des Vereins BSV Eintracht Sondershausen nutzen oder die Anzahl der Felder reduzieren.
Den dritten Platz belegte das Dorfgemeinschaftshaus in Himmelsberg. Dort sollen die Gaststube und die Küche renoviert werden, da die Wände alt sind und die Küchenmöbel auseinanderfallen. Die Kosten hierfür werden auf etwa 10.000 Euro geschätzt.
Weitere Projekte, die auf der Liste stehen, sind ein Mehrgenerationentreff in Kleinberndten für Jung und Alt sowie die Sanierung des Auslaufs der Quelle in Jechaburg. Auch die Toiletten im Dorfgemeinschaftshaus Oberspier sollen auf den neuesten Stand gebracht werden. In Kleinberndten soll im „Küsterschulhaus“ am St. Johannisstieg 7 ein Raum geschaffen werden, in dem sich Kinder, Jugendliche und Rentner treffen können. Die geschätzten Kosten liegen bei 6.630 Euro.
Einige Ideen konnten nicht berücksichtigt werden. So scheiterten etwa die Pläne für eine Solaranlage am Jugendverkehrsgarten, eine Toilettenanlage am Sportplatz Großberndten oder ein Willkommensschild in Thalebra. Bei diesen Anträgen fehlten schlichtweg zu viele Unterschriften von Unterstützern, weshalb sie laut Richtlinien ungültig waren.
Wie es nun konkret mit der Umsetzung der Gewinner-Projekte weitergeht und wann die Bauarbeiten beginnen, ist noch offen.