Sondershausen: Bürger entscheiden über 50.000 Euro Budget
Die Stadt Sondershausen (Kyffhäuserkreis, Thüringen) gibt Geld in die Hand, und die Bürger dürfen bestimmen, wofür. Der Hauptausschuss hat am 18. Juni 2026 entschieden, welche Vorschläge für das Bürgerbudget 2027 zulässig sind. Insgesamt haben 14 Ideen die Prüfung der Stadtverwaltung überstanden.
Die Liste der Projekte ist bunt gemischt. Es geht viel um Sport und Freizeit: In Großberndten soll das Sportlerhäuschen renoviert werden, in Hohenebra fehlen Ballfangnetze und in Berka soll ein neuer Sichtschutzzaun her. Auch für die Jugend gibt es eine Idee, nämlich eine Mountainbike-Strecke im Hasenholz. In Thalebra wünscht man sich eine digitale Geschwindigkeitsanzeige für mehr Sicherheit. Weitere Vorschläge betreffen die Renovierung des Dorfgemeinschaftshauses in Himmelsberg, ein Kneipp-Becken in Schernberg oder eine neue Küche in Großfurra. Sogar eine Straßenumbenennung in Stockhausen zu Ehren des Arztes Hans-Dieter Göring ist im Rennen.
Es gibt allerdings ein Problem mit der Kasse: Die 14 zugelassenen Projekte würden zusammen etwa 113.390 Euro kosten. Zur Verfügung stehen aber nur 50.000 Euro. Das bedeutet, dass nicht alles gebaut oder gekauft werden kann. Es gewinnt, wer die meisten Stimmen bekommt, bis das Geld aufgebraucht ist.
Vier Anträge wurden abgelehnt. Ein Bus für die Kreisverkehrswacht lag nicht im Zuständigkeitsbereich der Stadt, und ein Projekt für die Oldtimer-Traktoristen in Immenrode kam nicht infrage, weil es nur einem kleinen Verein und nicht der Allgemeinheit nützt. Eine Überdachung in Oberspier war zu teuer und hätte eine Baugenehmigung gebraucht. Für eine Wezel-Gedenkstätte im Schloss fehlte schlicht der Platz.
Jetzt sind die Sondershäuser gefragt. Vom 1. August bis zum 13. September 2026 kann jeder eine Stimme abgeben. Das geht entweder online oder mit einem Zettel im Bürgerbüro. Wer online abstimmen will, muss allerdings mindestens 18 Jahre alt sein.
Am 24. September 2026 werden die Stimmen im Vereinsraum des Carl-Schroeder-Saals ausgezählt. Danach steht fest, welche Projekte tatsächlich realisiert werden.