Sommerhausen ehrt langjährigen Feldgeschworenen
In Sommerhausen (Landkreis Würzburg, Bayern) wurde am 27. März 2025 ein besonderes Ehrenamt gewürdigt. Der Feldgeschworenen-Obmann Werner Wenninger wurde für seine 25-jährige Tätigkeit geehrt. An der Auszeichnung nahmen auch der erste Bürgermeister Wilfried Saak und Landrat Thomas Eberth teil.
Die Feldgeschworenen werden im Ort auch als Siebener bezeichnet. Dieser Name kommt daher, dass normalerweise sieben Menschen pro Gemarkung dieses Amt übernehmen. Es ist einer der ältesten Jobs in der Gemeindeverwaltung und existiert bereits seit dem 12. oder 13. Jahrhundert. Heute wird diese Tradition vor allem noch in Bayern und Rheinland-Pfalz gepflegt.
Die Männer und Frauen in diesem Amt sind die Hüter der Grenzen. Wenn es Streit darüber gibt, wo ein Grundstück endet und das nächste beginnt, vermitteln sie. Trotz moderner GPS-Technik sind die Grenzen oft nicht perfekt digital zu bestimmen, weshalb die Erfahrung der Feldgeschworenen wichtig bleibt. Seit 1981 übernehmen auch Frauen diese Aufgabe auf Lebenszeit.
In den letzten sechs Monaten waren die Siebener in Sommerhausen besonders aktiv. Sie haben alle Grenzsteine der Gemarkung gesucht, freigelegt und gründlich gereinigt. Die Gemeinde hofft nun, dass im Laufe des Jahres ein gemeinsamer Rundgang um die Gemarkung mit den Feldgeschworenen organisiert werden kann.
Bürgermeister Wilfried Saak bedankte sich bei Werner Wenninger für den langen ehrenamtlichen Dienst, der zum friedlichen Zusammenleben im Ort beitragen soll.