Singen lädt zum großen Kinder- und Jugendfest ein
In Singen (Landkreis Konstanz, Baden-Württemberg) gibt es ein großes Netzwerk, das Kindern und Jugendlichen helfen soll. Viele Kinder in Baden-Württemberg sind armutsgefährdet – statistisch gesehen jedes fünfte. Damit diese jungen Menschen trotzdem am gesellschaftlichen Leben teilnehmen können, arbeitet die Stadt schon seit fast 20 Jahren an speziellen Projekten. Aus einem ersten Treffen im Jahr 2008 ist mittlerweile die sogenannte Allianz für Kinder- und Jugendchancen gewachsen. Hier arbeiten die Stadt, Schulen, das Landratsamt und verschiedene Wohlfahrtsverbände zusammen.
Ein konkretes Beispiel für diese Hilfe ist die KiJu-Karte, die es seit 2019 gibt. Mit dieser Karte können Kinder und Jugendliche zum Beispiel in Sportvereine gehen, Schwimmkurse besuchen oder die Jugendmusikschule nutzen. Auch andere Angebote gibt es: Wöchentlich erhalten über 450 Kinder ein gesundes Frühstück. Bei der zwölften Schulranzen-Aktion wurden 188 Kinder in Singen und etwa 300 weitere im gesamten Landkreis Konstanz mit Ausstattungen versorgt. Für Familien mit kleinen Kindern gibt es zudem 16 Beratungsstellen direkt an den Kitas sowie das Programm SinFab, bei dem Elternmentoren anderen Familien helfen.
Um all diese Möglichkeiten der Bevölkerung vorzustellen, findet am Samstag, den 10. Oktober, das KiJu-Fest statt. Von 11 bis 15 Uhr sind alle herzlich in die Scheffelhalle eingeladen. Es gibt dort Mitmachaktionen, Spaß und Informationen zu den verschiedenen Angeboten.
Das Projekt in Singen gilt landesweit als Vorbild und wird vom Ministerium für Soziales, Arbeit und Gesundheit des Landes Baden-Württemberg mindestens bis August 2028 gefördert. Ein neues Präventionskonzept aus dem Jahr 2025 zeigt nun genau auf, welche Angebote es für welche Altersgruppen gibt. Laut der Fachbereichsleiterin Leonie Braun gibt es dabei keine Lücken in der Versorgung.