Konstanz: Motorboot verletzt Jugendlichen auf Stand-Up-Paddel
Es war kurz nach zwei Uhr mittags am 30. Juli 2026, als es im Bereich des Rheinstrandbads in Konstanz (Landkreis Konstanz, Baden-Württemberg) zu einem Unfall auf dem Wasser kam. Ein Mann steuerte sein Motorboot durch den dichten Schiffsverkehr auf dem Rhein. Dabei war er unachtsam und übersah einen Jugendlichen, der mit seinem Stand-Up-Paddel auf dem Wasser war.
Das Boot rammte den Jugendlichen, der daraufhin ins Wasser stürzte. Dabei kam es zu einem gefährlichen Kontakt mit der Schiffsschraube. Der Jugendliche zog sich mehrere Schnittverletzungen am Bein und am Fuß zu. Nur seine Schwimmweste rettete ihn vermutlich vor einem schlimmeren Schicksal: Sie sorgte dafür, dass er seitlich am Boot vorbeigezogen wurde und nicht unter das Fahrzeug geriet.
Ein Bademeister des Strandbads beobachtete den Vorfall und eilte sofort zu Hilfe. Er zog den Verletzten an Land und versorgte ihn erste Hilfe, bis der Rettungswagen eintraf. Die Sanitäter übernahmen die Behandlung am Ufer.
Ein weiterer Jugendlicher, der als Begleiter mit einem eigenen Paddelboard auf dem Rhein war, erlebte den Unfall mit. Als er die Verletzungen seines Freundes sah, wurde er ohnmächtig und verlor das Bewusstsein. Er musste ebenfalls medizinisch versorgt werden. Beide Betroffenen wurden anschließend mit dem Rettungswagen in das Klinikum Konstanz gebracht. Die Schnittwunden des Jugendlichen mussten dort genäht werden.
Die Wasserschutzpolizei Konstanz hat den Unfall aufgenommen. Der Schiffsverkehr auf dem Rhein wurde durch das Geschehen nicht behindert. Ob und inwieweit sich der Bootsfahrer strafbar gemacht hat, klärt nun die Staatsanwaltschaft. Es gilt die Unschuldsvermutung.