Senioren aus Romrod besuchen Backhaus Eifa und Trutzhain
Zehn Seniorinnen und Senioren aus Romrod (Vogelsbergkreis, Hessen) waren am 5. August 2026 auf Entdeckungstour. Organisiert wurde der Ausflug von der ehrenamtlichen Erinnerungswerkstatt, die zum Förderverein Sozialstation Romrod gehört. Die Gruppe reiste mit dem Bürgerbus und einem Kombi an. Wolfgang Stein saß am Steuer des Busses, während Birgit Richtberg den Kombi fuhr. Damit konnten auch Rollatoren und Gehhilfen problemlos mitgenommen werden.
Der erste Halt war das Backhaus in Eifa. Dort traf die Gruppe gegen 11 Uhr ein. Es herrschte reger Betrieb, als die Senioren Salzekuchen und Bohnenkaffee genossen. Das Team des Obst- und Gartenbauvereins Eifa unter der Leitung von Kurt Schlorke bereitet die Backtage aufwendig vor. Bereits zwei Tage vor dem Termin wird eingekauft, bevor am Donnerstag ab vier Uhr morgens eingeheizt wird. Insgesamt kommen bis zu 30 Bleche Salzekuchen und viele Brote aus dem Ofen.
Danach ging die Reise weiter nach Trutzhain, einem Ort, der heute zur Gemeinde Schwalmstadt gehört. Dort besuchten die Teilnehmer die Gedenkstätte und das Museum. Der Ort hat eine bewegte Geschichte: Zwischen 1939 und 1945 stand dort das STALAG IX, das größte Kriegsgefangenenlager Hessens. Später diente das Gelände als Internierungslager der US-Army und als Zufluchtsort für osteuropäische Juden. Ab 1948 entwickelte sich aus dem Gelände ein Standort für Handwerk und Gewerbe, da sich Menschen mit Betrieben aus ihrer alten Heimat dort günstig ansiedeln konnten. So entstand schließlich die selbstständige Gemeinde Trutzhain.
Einige Senioren erinnerten sich beim Besuch an Gebäude des Reichsarbeitsdienstes bei Zell, die ähnlich aussahen. Trotz einiger Umwege durch viele Verkehrsumleitungen kehrte die Gruppe schließlich nach Romrod zurück.
Quelle: Romrod – zur Originalmeldung