Schwerin und Ludwigslust-Parchim: Betrug mit Fensterputzern
In Schwerin (Mecklenburg-Vorpommern) und im Landkreis Ludwigslust-Parchim sind mehrere Menschen auf einen Trick hereingefallen. Die Tatverdächtigen kommen einfach an die Haustür und bieten an, die Fenster zu putzen. Der Preis klingt erst einmal günstig und lockt die Bewohner an.
Wenn die Arbeit erledigt ist, kommt der Haken: Die Tatverdächtigen lehnen Bargeld ab. Sie verlangen, dass die Kunden mit ihrer Bankkarte an einem mobilen Lesegerät bezahlen. Dabei behaupten sie oft, es gäbe eine Fehlermeldung. Die Opfer glauben ihnen und lassen die Zahlung deshalb mehrmals durchführen.
Das Ergebnis ist ein hoher finanzieller Verlust. Eigentlich waren nur Beträge im zweistelligen Bereich ausgemacht. Später bemerkten die Geschädigten jedoch, dass Summen im unteren vierstelligen Bereich von ihren Konten abgebucht wurden.
Die Tatverdächtigen sind mit einem weißen Transporter unterwegs, der großflächig beschriftet ist. Manchmal treten sie auch zu zweit auf. Bereits in der Vorwoche gab es ähnliche Fälle in Nordwestmecklenburg. Die Polizei vermutet, dass es sich um ein Muster handelt, das in verschiedenen Regionen abgearbeitet wird.
Die Beamten raten nun zur Vorsicht. Man muss kein Geschäft an der Haustür abschließen, nur weil man sich unter Druck gesetzt fühlt. Wer trotzdem eine Dienstleistung bucht, sollte den Preis und die Bezahlung vorher genau klären. Bei Kartenzahlungen ist es wichtig, den Betrag auf dem Display zu prüfen und die PIN niemals an andere weiterzugeben. Wenn eine Zahlung angeblich fehlgeschlagen ist, sollte man sich die Fehlermeldung auf dem Gerät zeigen lassen, bevor man erneut bezahlt.
Die Kriminalpolizei sucht nun nach weiteren Opfern oder Zeugen. Wer Hinweise zu den Tatverdächtigen hat oder selbst geschädigt wurde, kann sich an das Polizeihauptrevier Schwerin unter der Telefonnummer 0385 5180-2224 oder an jede andere Dienststelle wenden.
Die Ermittlungen wegen des Verdachts des Betruges dauern an. Es gilt die Unschuldsvermutung.