Schwerin: Hilfe für Gemeinden gegen Geisterstädte
In vielen Orten in Mecklenburg-Vorpommern gibt es ein bekanntes Problem: Häuser stehen leer, weil sie nur als Ferien- oder Zweitwohnungen genutzt werden. Die Bewohner vor Ort finden kaum noch eine bezahlbare Bleibe, während die Preise für Wohnungen steigen. Wenn im Winter alle Rollläden unten bleiben, entstehen sogenannte Geisterstädte. Das sorgt in der Bevölkerung für großen Ärger.
Um hier gegenzusteuern, hat das Ministerium für Inneres und Bau in Schwerin (Mecklenburg-Vorpommern) nun ein Hinweispapier für die Gemeinden erstellt. Landesbauminister Christian Pegel erklärte, dass die Kommunen oft nicht wissen, welche rechtlichen Möglichkeiten sie eigentlich haben. Das neue Dokument soll ihnen dabei helfen, den Wohnungsmarkt in ihrem Ort besser zu regulieren.
Das Papier erklärt verschiedene Werkzeuge, die sich die Gemeinden zunutze machen können. Dazu gehören zum Beispiel die Zweitwohnungssteuer oder spezielle Satzungen gegen die Zweckentfremdung von Wohnraum. Auch Festlegungen in Bebauungsplänen oder soziale Erhaltungssatzungen werden erläutert. Diese Instrumente erlauben es den Kommunen, steuernd einzugreifen, damit wieder mehr Wohnraum für die Menschen vor Ort frei wird.
Bei der Erarbeitung des Papiers haben Experten von den Landkreisen sowie vom Städte- und Gemeindetag und dem Landkreistag M-V mitgewirkt. Die Gemeinden können das Dokument nun nutzen, um ihre eigene Strategie gegen die Wohnungsknappheit zu planen. Ob die einzelnen Kommunen die vorgeschlagenen Maßnahmen auch tatsächlich umsetzen, bleibt abzuwarten.
Quelle: Ministerium für Inneres und Bau Mecklenburg-Vorpommern – zur Originalmeldung