Schlangenbad plant Schutzmaßnahmen gegen Klimawandel
In Schlangenbad (Rheingau-Taunus-Kreis, Hessen) und vier weiteren Gemeinden geht man nun konkrete Pläne gegen die Folgen des Klimawandels an. Zusammen mit Eltville am Rhein, Oestrich-Winkel, Walluf und Kiedrich wurde ein sogenanntes integriertes Klimaanpassungskonzept erarbeitet. Die Gremien der beteiligten Orte haben dieses Vorhaben bereits beschlossen.
Im Mittelpunkt stehen drei große Themen: Es geht darum, wie man mehr Wasser in der Landschaft zurückhalten kann, wie die Orte besser begrünt werden und wie die Wälder widerstandsfähiger gegen die Hitze werden. Die Grundlage für diese Pläne lieferte die Hochschule Geisenheim University zusammen mit regionalen Experten. Zuvor gab es eine Umfrage, an der 110 Menschen teilnahmen, sowie Workshops mit Fachleuten aus der Verwaltung und der Praxis.
Damit die Pläne nicht nur auf dem Papier bleiben, gibt es nun Geld vom Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit. Durch diese Förderung sollen die wichtigsten Maßnahmen in den nächsten drei Jahren geplant und auch tatsächlich umgesetzt werden.
Ein wichtiger Teil der Vorarbeit waren zudem Risikokarten für Starkregen. Diese zeigen, wo bei heftigen Gewittern große Wassermassen oberirdisch abfließen und welche Bereiche in Schlangenbad besonders gefährdet sind. Die Karten stehen für die Bürger zum Download bereit.
Die Koordination des gesamten Projekts läuft über die Stadt Eltville. Weitere Details zu den Ergebnissen für Schlangenbad sind online auf der Webseite der Gemeinde einsehbar.