Schlangenbad und Nachbarn kämpfen gemeinsam gegen Hitze
Die Gemeinde Schlangenbad (Rheingau-Taunus-Kreis, Hessen) tut sich mit vier Nachbarorten zusammen. Gemeinsam mit Eltville am Rhein, Oestrich-Winkel, Walluf und Kiedrich wurde ein Plan entwickelt, wie man besser mit dem Klimawandel klarkommt. Das sogenannte Klimaanpassungskonzept wurde bereits von den politischen Gremien aller fünf Orte abgesegnet.
Jetzt geht es an die praktische Umsetzung. In den nächsten drei Jahren sollen gezielte Maßnahmen geplant und gebaut werden. Dafür gibt es Geld vom Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit. Das Geld fließt bis September 2028 und finanziert unter anderem zwei Fachleute für das Projekt.
Die Managerinnen Hannah Fröb und Vanessa Schork haben drei Schwerpunkte festgelegt. Erstens soll mehr Wasser in den Wäldern und Weinbergen zurückgehalten werden, damit die Natur nicht austrocknet. Zweitens muss im Hinterlandswald besser dafür gesorgt werden, dass die Feuerwehr genug Löschwasser hat. Drittens sollen die Ortsteile grüner werden, um die Hitze im Sommer zu mildern.
Aktuell suchen die Expertinnen nach passenden Standorten für diese Maßnahmen. Dabei müssen sie natürlich auf die Kassen der Gemeinden achten und die Zustimmung der Politiker einholen. Außerdem wollen sie Firmen einbinden und die Bürger dazu bewegen, ihre eigenen Gärten und Häuser mehr zu begrünen.
Auch in der Verwaltung soll sich etwas ändern. Wenn zum Beispiel eine Straße saniert wird, soll man gleich mitdenken, wie man dort den Hitzeschutz verbessert. Das gilt auch für Kitas oder Seniorenheime, wo der Schutz vor Hitze besonders wichtig ist.
Wer genau wissen will, welche Bereiche in seinem Ort besonders von Starkregen oder Hitze betroffen sind, kann das Konzept online unter www.eltville.de/ikz_klimaanpassung einsehen. Dort gibt es eine kurze Version mit 50 Seiten sowie Karten. Wer auf dem Laufenden bleiben will, kann sich per E-Mail unter [email protected] für einen Newsletter anmelden.