Salmünster baut Hindernisse im Klingbach ab
Im Klingbach in Salmünster (Main-Kinzig-Kreis, Hessen) wurde in den letzten Tagen gearbeitet. Ziel ist es, das Gewässer ökologisch wertvoller zu machen. Konkret wurden drei Hindernisse im Bach entfernt: das alte Wehr zur Hautzenmühle, eine Barriere im Bereich des Angel- und Naturschutzvereins Salmünster sowie das ehemalige Wehr hinter dem Lidl-Markt.
Solche Bauwerke stören den natürlichen Lauf des Wassers. Fische und andere Lebewesen kommen nicht mehr an ihr Ziel, und auch der Transport von Sedimenten wird gestoppt. Die Stadt setzt damit die europäische Wasserrahmenrichtlinie um, die bis 2027 einen besseren Zustand der Gewässer in Hessen erreichen will. Bürgermeister Dominik Brasch betont, dass Gewässerschutz nicht nur auf dem Papier stattfinden darf, sondern durch echte Verbesserungen direkt am Bach sichtbar werden muss.
In der kommenden Woche folgen weitere Arbeiten. Dann sollen an der Münsterbergstraße die Ufer gesichert werden.
Nicht alles hat geklappt: Ein geplantes Hindernis an der Gasleitungsquerung direkt vor der Autobahn konnte nicht entfernt werden. Der Betreiber der Gasleitung hat der Maßnahme nicht zugestimmt.
Die Arbeiten kosten insgesamt rund 46.000 Euro. Die Stadt muss jedoch kein eigenes Geld aufwenden, da das Projekt zu 100 Prozent gefördert wird. Bisher sind keine weiteren Kosten zu erwarten.