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Sachsen: Wolfsübergriffe auf Weidetiere nehmen zu

Foto: LfULG/ F. Richter) Symbolbild Wolf. (© LfULG/ F. Richter)

Die Zahl der Wolfsrisse steigt im Spätsommer wieder deutlich an. Experten raten Tierhaltern jetzt dringend zu besseren Zäunen.

In Sachsen (Freistaat Sachsen) gibt es derzeit wieder mehr Angriffe von Wölfen auf Weidetiere. Die Fachstelle Wolf vom Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie warnt, dass die Zahlen im Spätsommer erfahrungsgemäß steigen. Das sieht man auch an den aktuellen Zahlen: Während im Juli noch 18 Vorfälle gemeldet wurden, waren es im August bereits 27. Das sind zehn Fälle mehr als im August des Vorjahres.

Insgesamt gab es 45 Schadensmeldungen, wobei in 31 Fällen der Wolf als Verursacher bestätigt wurde. Das Problem ist oft der mangelnde Schutz: In drei Vierteln der betroffenen Herden waren die Schutzmaßnahmen nicht ausreichend.

Besonders betroffen sind zwei Regionen. Im Schönfelder Hochland bei Dresden gab es zuletzt sechs Übergriffe. In fünf dieser Fälle war der Mindestschutz nicht vorhanden. Hier ist das Rudel aus der Dresdner Heide aktiv. Ein weiterer Brennpunkt liegt zwischen Bischofswerda, Wilthen und Bautzen. Dort gab es 18 bestätigte Angriffe, wovon nur bei fünf der nötige Schutz vorhanden war. In diesem Gebiet ist das Wolfsterritorium Tautewalde zu Hause.

Die Experten erklären das biologisch: Im Frühjahr jagen Wölfe eher natürliche Beutetiere wie Rehe, die dann Nachwuchs haben. Im Spätsommer brauchen die herangewachsenen Wolfswelpen mehr Futter. Da die wilden Tiere nun schwerer zu fangen sind, werden schlecht geschützte Schafe oder Ziegen zur leichten Beute.

Um die Tiere zu schützen, helfen stabile Elektrozäune oder Gatter, die am Boden gut verschlossen sind, damit die Wölfe nicht darunter durchgraben können. Wenn es geht, sollten die Tiere nachts in Ställe kommen.

Tierhalter, egal ob Profis oder Hobbyhalter, können eine kostenlose Beratung in Anspruch nehmen. Zudem werden präventive Schutzmaßnahmen in Sachsen zu 100 Prozent gefördert. Die rechtliche Grundlage dafür ist die Förderrichtlinie »Natürliches Erbe«.

Obwohl die Angriffe zunehmen, machen Nutztiere insgesamt nur etwa ein bis zwei Prozent der Nahrung eines Wolfes aus. Die Hauptbeute bleiben wildlebende Huftiere.

Quelle: Medienservice Sachsen – zur Originalmeldung

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