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Sachsen bekommt Nachwuchsärzte aus Ungarn

Acht Mediziner haben ihr Studium in Pécs beendet und kehren nun nach Sachsen zurück. Der Freistaat hat ihnen die Studiengebühren bezahlt.

Acht junge Ärztinnen und Ärzte haben ihr Studium an der Universität Pécs in Ungarn erfolgreich abgeschlossen. Das ist ein erster Erfolg für ein spezielles Programm des Sächsischen Sozialministeriums. Bei einem Festakt im „Tivoli“ in Freiberg (Sachsen) wurden die Absolventen gemeinsam mit der Kassenärztlichen Vereinigung (KVS) gefeiert.

Die Noten der Gruppe waren besonders gut. Alle haben ihr Studium mit Auszeichnungen abgeschlossen. Fünf von ihnen bekamen sogar den „Elisabeth-Ring“, einen goldenen Ehrenring der Universität für die Bestnote.

Jetzt beginnt für die acht Mediziner ein neuer Abschnitt. Sie starten in Sachsen in eine fünfjährige Weiterbildung. Die meisten von ihnen wollen Fachärzte für Allgemeinmedizin werden. Das Ziel ist es, die Versorgung mit Hausärzten vor allem auf dem Land zu verbessern.

Das Programm „Studieren in Europa – Zukunft in Sachsen“ läuft bereits seit 2020 mit Unterstützung des Sozialministeriums. Zuvor hatten die KVS und die Krankenkassen schon seit 2013 Studienplätze in Ungarn finanziert. Insgesamt gibt es jährlich bis zu 20 zusätzliche Plätze durch das Programm.

Der Deal ist einfach: Der Freistaat bezahlt die Studiengebühren für die sechs Jahre Studium. Im Gegenzug müssen die Absolventen ihre Weiterbildung in Sachsen machen. Außerdem verpflichten sie sich, danach mindestens fünf Jahre lang als Hausärzte in Sachsen zu arbeiten. Dabei dürfen sie nicht in den großen Städten Leipzig, Markkleeberg, Dresden oder Radebeul tätig sein, sondern müssen in die ländlichen Regionen ziehen.

Dieses Projekt ist Teil eines größeren Plans der Staatsregierung, dem sogenannten „20-Punkte-Programm – Medizinische Versorgung 2030“. Damit will Sachsen den Ärztemangel bekämpfen. Neben dem Studium in Ungarn gibt es dafür auch eine Landarztquote und Hausarztstipendien. Aktuell nehmen rund 575 Menschen an diesen verschiedenen Förderprogrammen teil.

Quelle: Medienservice Sachsen – zur Originalmeldung

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