Zum Inhalt springen
newssofort.de

Sachsen will erste Adresse für Taiwan in Europa werden

Wirtschaftsminister Dirk Panter war auf einer Reise in Taiwan, um neue Investitionen für die Chipindustrie anzulocken.

Wirtschaftsminister Dirk Panter hat vom 30. August bis zum 2. September Taiwan besucht. Er reiste nicht allein, sondern nahm eine ganze Delegation mit. Mit dabei waren der Landtagsabgeordnete Thomas Schmidt, die Wirtschaftsbürgermeister von Dresden und Leipzig sowie Experten aus der Forschung und Wirtschaft. Gemeinsam mit der Wirtschaftsförderung Sachsen GmbH wurde der Trip organisiert.

In Taipeh gab es wichtige Termine. Panter traf den taiwanischen Wirtschaftsminister Kung Ming-hsin und sprach mit möglichen Investoren. Auf dem Europäischen Investorenforum hielt er einen Vortrag darüber, wie erfolgreich sich Chiphersteller in Sachsen angesiedelt haben. Dabei sprach er direkt nach dem Präsidenten von Taiwan, Lai Ching-te.

Ein wichtiger Punkt der Reise war der Besuch der SEMICON Taiwan. Das ist eine der größten Messen für Halbleiter und Mikroelektronik weltweit. Dort präsentieren sich 23 deutsche Firmen in einem eigenen Pavillon, wovon allein 12 Stände aus Sachsen kommen. Panter betonte, dass Sachsen in Europa bereits der wichtigste Standort für Halbleiter ist, weltweit belegt der Freistaat Platz fünf. Trotzdem wolle man weiter wachsen und in der Fertigung besser werden.

Der Grund für das große Interesse aus Taiwan ist vor allem das Projekt ESMC in Dresden. Das ist ein Gemeinschaftsunternehmen von Bosch, Infineon, NXP und dem weltgrößten Chip-Auftragsfertiger TSMC. Dort wird gerade eine hochmoderne Fabrik gebaut, die Ende 2027 eröffnen soll. Das Projekt kostet über 10 Milliarden Euro und wird vom deutschen Staat stark gefördert, damit Europa weniger abhängig von Lieferketten aus aller Welt ist.

Die Zahlen zeigen, dass die Zusammenarbeit funktioniert. Taiwan ist mittlerweile der 11. wichtigste Exportpartner Sachsens. Im Jahr 2025 stiegen die Ausfuhren um fast 10 Prozent auf 1,74 Milliarden Euro. Vor allem Produkte aus der Elektrotechnik im Wert von rund 1,2 Milliarden Euro wurden verschifft.

Nach den Terminen in Taiwan geht die Reise für Minister Panter weiter. Er ist nun in Vietnam und bleibt dort bis zum 8. September, um weitere wirtschaftliche Kontakte zu knüpfen.

Quelle: Medienservice Sachsen – zur Originalmeldung

← Zurück zur Übersicht

Weitere Meldungen aus Schneeberg

Alle ansehen

Aus dem Umkreis: Erzgebirgskreis

Alle ansehen