Sachsen stärkt Bildungskooperation mit Polen
Kultusminister Conrad Clemens reist am 2. September nach Wroclaw (Breslau, Polen). Er trifft sich dort mit dem Vizemarschall Jarosław Rabczenko und der Bildungskuratorin Ewa Skrzywanek. An seiner Seite ist Patrick Schreiber, der Präsident des Landesamts für Schule und Bildung.
Der Minister will vor Ort sehen, wie der Unterricht läuft. Er besucht eine Schule, spricht mit Lehrern und Schülern und schaut sich den Deutschunterricht genau an. Ein wichtiges Thema ist dabei die polnische Sprache in Sachsen. Aktuell wird Polnisch an 27 Schulen unterrichtet, insgesamt lernen 1.783 Schüler die Sprache. Viele andere nutzen dafür AGs. Clemens ist der Meinung, dass hier noch viel mehr möglich ist und Sachsen Polen als Chance nutzen muss. Um den Unterricht besser zu machen, will er über mehr Fremdsprachenassistenten sprechen.
Zudem gibt es einen offiziellen Vertrag. Das Landesamt für Schule und Bildung und das Kuratorium Oświaty in Wrocław unterschreiben eine Absichtserklärung. Dabei geht es nicht nur um den Unterricht, sondern auch um den Sport. Lehrer, Schüler und die Aufsichtsbehörden sollen sich in Zukunft enger austauschen. Ziel ist es, dass Jugendliche in der Grenzregion bessere Perspektiven haben.
Die Zusammenarbeit zwischen den beiden Ländern ist bereits gut etabliert. Es gibt insgesamt 55 Schulpartnerschaften, wovon 28 in Niederschlesien liegen. Damit ist Polen nach Tschechien der wichtigste Partner für sächsische Schulen.