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Sachsen sucht Hilfe bei Pflege-Robotern in Südkorea

Gesundheitsministerin Petra Köpping besuchte eine Delegation in Südkorea. Sie wollte sehen, wie Computer und Roboter den Personalmangel in der Pflege lindern können.

Vom 16. bis zum 21. August war die sächsische Gesundheitsministerin Petra Köpping in Südkorea unterwegs. Sie war nicht allein, sondern nahm Chefs von Krankenhäusern, Pflegeheimen und Politiker aus dem Landtag mit. Das Ziel der Reise war Seoul (Südkorea), um sich dort die modernste Technik im Gesundheitswesen anzusehen.

Ein wichtiger Stopp war die Fachmesse „K-Hospital + Healthtech Fair“. Dort sah die Gruppe, wie weit die Digitalisierung in Asien wirklich ist. In Südkorea ist der Einsatz von Künstlicher Intelligenz und Robotern im Alltag viel normaler als in Deutschland. Ministerin Köpping zeigte sich beeindruckt, betonte aber auch, dass viele der Software-Lösungen bereits in Deutschland genutzt werden.

Besonders spannend waren die Besuche in Pflegeeinrichtungen und Krankenhäusern. Im „National Rehabilitation Center“ und im „Seoul Dongbu Senior Care Center“ sah die Delegation, wie Technik Senioren hilft. In manchen Heimen rollen Roboter durch die Flure, um gegen die Einsamkeit der Bewohner zu kämpfen. Man kann sich mit den Maschinen unterhalten, was die Stimmung auf den Stationen verbessert.

In zwei großen Krankenhäusern in Seoul ging es noch technischer zu. Im Hallym University Sacred Heart Hospital sind bereits 77 Serviceroboter im Einsatz. Sie übernehmen die Desinfektion oder bringen Medikamente aus der Apotheke direkt auf die Stationen. Das verhindert Fehler und spart dem Personal Zeit. Im Samsung Medical Center sorgt ein papierloses System dafür, dass die Pflegekräfte weniger Stress haben, wodurch weniger Leute ihren Job kündigen.

Doch Südkorea will auch von Sachsen lernen. Die Koreaner haben großes Interesse an unserem Krankenkassen-System und daran, wie Sachsen Ärzte auf das Land lockt. Die Ministerin erzählte von Programmen wie der Landarztquote oder Stipendien für Hausärzte. Auch dass die Ausbildungszahlen in der Pflege in Sachsen um 15 Prozent gestiegen sind, weckte das Interesse der Gastgeber.

Um den Austausch zu vertiefen, hat Ministerin Köpping die südkoreanische Krankenhausgesellschaft nun nach Sachsen eingeladen. Ob und wann dieser Gegenbesuch stattfindet, ist derzeit noch offen.

Quelle: Medienservice Sachsen – zur Originalmeldung

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