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Löbau: Verurteilter Sexualstraftäter nach Moldau ausgeliefert

Ein 32-jähriger Mann wurde in Sachsen gefasst und nun in seine Heimat überstellt. Dort muss er eine 15-jährige Haftstrafe wegen Taten gegen Kinder absitzen.

Ein moldauischer Staatsangehöriger ist zurück in seiner Heimat. Am 12. August 2026 wurde der 32-Jährige am Flughafen Frankfurt am Main an die Behörden der Republik Moldau übergeben. Zuvor war er in Sachsen untergetaucht.

Die Geschichte begann in Moldau. Dort war der Mann bei seiner Hauptverhandlung anwesend, verschwand aber im Mai 2025, noch bevor das Urteil verkündet wurde. Er floh aus dem Land und versteckte sich in Deutschland, laut eigenen Angaben in Berlin. Seit November 2025 wurde er international über Interpol gesucht.

Das Versteckspiel endete am 24. Februar 2026. Die Bundespolizei schnappte ihn auf einem Baumarkt-Parkplatz in Löbau (Landkreis Görlitz, Sachsen). Seit dieser Festnahme saß der Mann in Auslieferungshaft.

Die Taten in Moldau waren schwerwiegend. Ein Gericht verurteilte ihn am 27. Juni 2025 zu 15 Jahren Gefängnis. Er soll zwischen Oktober 2018 und Januar 2019 zwei 14-jährige Mädchen mit Täuschungen und Drohungen dazu gebracht haben, sexuelle Fotos zu verschicken. Außerdem soll er eine 14-Jährige gegen ihren Willen zu sexuellen Handlungen gezwungen haben. Solche Taten wären auch nach deutschem Recht strafbar.

Das Oberlandesgericht Dresden erklärte die Auslieferung am 17. Juni 2026 für zulässig. Die Generalstaatsanwaltschaft Dresden regelte die Details über das Justizministerium und das Auswärtige Amt. Es wurde sichergestellt, dass die Haftbedingungen in Moldau den europäischen Menschenrechten entsprechen.

Die Ermittlungen sind mit der Überstellung abgeschlossen.

Quelle: Medienservice Sachsen – zur Originalmeldung

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