Sachsen: Prüfungsstart für über 2.000 angehende Heilberufler
Für viele Studenten in Sachsen beginnt ab dem 5. August eine extrem stressige Zeit. Die Landesdirektion Sachsen (LDS) startet die Sommerprüfungsphase für die akademischen Heilberufe. Insgesamt 2.120 Prüflinge müssen ihr Wissen unter Beweis stellen. Dabei geht es nicht nur um die finalen Abschlussprüfungen, sondern auch um andere staatliche Prüfungen während der Ausbildung.
Die Gruppe der Prüflinge ist breit gefächert. Am meisten ist in der Medizin los: Rund 1.550 Menschen treten zur Ärztlichen Prüfung an. Danach folgen die Zahnmedizin mit etwa 300 Teilnehmern und die Psychotherapie mit rund 150 Menschen. Auch etwa 120 angehende Apotheker müssen durch die Prüfungen. In der Psychotherapie sind zudem diejenigen dabei, die psychologische Psychotherapeuten oder Therapeuten für Kinder und Jugendliche werden wollen.
Die Prüfungen laufen in verschiedenen Formen ab. Es gibt schriftliche, mündliche und praktische Teile. Die schriftlichen Fragen kommen bundeseinheitlich von einem speziellen Institut für medizinische und pharmazeutische Prüfungsfragen. Die mündlichen und praktischen Prüfungen werden von Kommissionen abgenommen, die die Landesdirektion bestellt hat.
Die Landesdirektion kümmert sich im Hintergrund um den gesamten Papierkram. Sie prüft die Anträge der Studenten, legt die Termine fest und entscheidet über Rücktritte oder Nachteilsausgleiche. Am Ende stellt die Behörde die Ergebnisse fest und verschickt die Zeugnisse oder informiert über nicht bestandene Prüfungen. Wer durchfällt, kann die Prüfungen zweimal wiederholen.
Wie groß der Aufwand ist, zeigen die Zahlen der letzten fünf Jahre: In dieser Zeit mussten insgesamt rund 14.000 Teilnehmer durch die Prüfungsphase. LDS-Präsident Béla Bélafi betont, dass diese staatlichen Hürden wichtig sind, damit die Fachkräfte gut vorbereitet in ihren Beruf starten und Menschen sicher helfen können.