Sachsen: Kreditsicherheiten jetzt innerhalb von 24 Stunden
Wer in Sachsen (Freistaat Sachsen) ein Unternehmen führt und schnell investieren will, muss künftig nicht mehr so lange auf die Zusage für Sicherheiten warten. Die Bürgschaftsbank Sachsen (BBS) bietet ab sofort die sogenannte „24-Stunden-Bürgschaft“ an. Das bedeutet: Wenn ein Betrieb einen Kredit bei seiner Hausbank will, aber nicht genug eigene Sicherheiten hat, springt die BBS ein. Die Entscheidung über die Bürgschaft fällt nun innerhalb eines Werktages.
Das neue Programm ist eine Reaktion darauf, dass Banken bei der Kreditvergabe oft strenger geworden sind. Die Ministerien für Finanzen und Wirtschaft sowie die BBS wollen den bürokratischen Aufwand senken. Das Ziel ist, dass Firmen ihre Pläne – zum Beispiel für neue Software oder die Umstellung ihres Geschäftsmodells – ohne lange Wartezeit umsetzen können. Das Verfahren wurde bereits während der Corona-Pandemie erfolgreich getestet.
Damit ein Unternehmen die Express-Hilfe bekommt, muss die Firma in Sachsen sitzen oder die Investition im Freistaat geplant sein. Die maximale Kredithöhe liegt bei 375.000 Euro. Ein großer Vorteil für die Betriebe: Der gesamte Prozess, vom Antrag bis zur Bearbeitung, läuft komplett papierlos ab.
Interessierte Unternehmer müssen nicht direkt zur Bürgschaftsbank gehen. Die Anträge werden ganz normal über die jeweilige Hausbank eingereicht und von dort an die BBS weitergeleitet. Die Entscheidung über die Bewilligung erfolgt dann innerhalb der versprochenen 24 Stunden.
Weitere Angaben zu den genauen Kriterien für die Bewilligung liegen bislang nicht vor.