Rudolstadt zieht positive Bilanz vom Vogelschießen
Nach zehn Tagen ist das 304. Rudolstädter Vogelschießen in Rudolstadt (Landkreis Saalfeld-Rudolstadt, Thüringen) vorbei. Die Stadt ist zufrieden: Etwa eine halbe Million Menschen kamen auf die Bleichwiese. Das sind ähnlich viele Besucher wie in den Jahren zuvor.
Der Start am 21. August war zwar regnerisch, aber danach wurde das Wetter besser. Die Temperaturen waren angenehm, sodass die Leute gerne auf den Festplatz kamen. Insgesamt gab es 75 Geschäfte auf dem rund 1.000 Meter langen Rundlauf. 60 Schaustellerfamilien aus ganz Deutschland und sogar aus den Niederlanden waren dabei.
Besonders beliebt waren die großen Fahrgeschäfte. Viele Besucher stürzten sich in den 80 Meter hohen Freifallturm „Gravity“ oder das 62 Meter hohe Looping-Karussell „Gladiator“. Auch die Wildwasserbahn „Jim & Jasper“ und die Erlebnisbahn „Laser Pix“ waren gefragt. Wer es lieber traditionell mochte, besuchte die Wahrsagerin Odessa oder die Schaubude „Tingel Tangel“.
Die Stadt und der Platzmeister Frank Grünert loben vor allem, dass alles friedlich ablief. Zusammen mit der Polizei und der Feuerwehr wurde festgestellt, dass es keine nennenswerten Zwischenfälle gab. Die Stimmung war entspannt.
Die Schausteller waren mit der Organisation zufrieden, bemerkten aber, dass einige Gäste beim Einkaufen etwas zurückhaltender waren als sonst.
Zum Abschluss am Sonntag gab es das traditionelle Armbrustschießen auf den Holzvogel. Das ist der Kern des Festes, das schon seit 1722 existiert. Dietmar Höpping schoss das hölzerne Herz herunter und ist damit der neue Vogelkönig. Stefan Schmidt wurde der 1. Ritter und Daria Frolova die 2. Ritterin.
Wer das Fest verpasst hat, kann sich noch Videos und Bilder auf der Webseite der Veranstaltung ansehen. Das nächste Vogelschießen, die 305. Ausgabe, ist bereits geplant: Es findet vom 20. bis 29. August 2027 statt.
Quelle: Rudolstadt – zur Originalmeldung