Rottenburg am Neckar: Stadt fordert Rückschnitt von Hecken und Bäumen
In Rottenburg am Neckar (Landkreis Tübingen, Baden-Württemberg) sollen Straßen, Gehwege und Radwege wieder sicher nutzbar werden. Deshalb ruft die Stadtverwaltung alle Besitzer von Grundstücken dazu auf, ihre Hecken, Bäume und Sträucher regelmäßig zu prüfen und bei Bedarf zurückzuschneiden.
Das Problem sind vor allem Äste, die über die Wege hängen, oder Hecken, die zu stark gewachsen sind. Das schränkt die Sicht im Straßenverkehr ein. Außerdem werden Fußgänger, Radfahrer sowie Menschen mit Kinderwagen oder Rollstuhl behindert. Besonders an Einmündungen und Kreuzungen ist eine freie Sicht wichtig, damit es nicht zu Unfällen kommt.
Die Stadt nennt konkrete Maße, die eingehalten werden müssen: Über den Fahrbahnen muss eine Höhe von mindestens 4,50 Metern frei bleiben. Auf Geh- und Radwegen sind es mindestens 2,50 Meter. Hecken und Sträucher dürfen nicht in den Gehweg ragen und müssen bis zur Grundstücksgrenze gestutzt werden. Zudem dürfen Verkehrszeichen und die Straßenbeleuchtung nicht durch Pflanzen verdeckt werden.
Wer seine Pflanzen nicht rechtzeitig schneidet und dadurch einen Unfall mitverursacht, muss unter Umständen mit einer Mitschuld rechnen.
Beim Schneiden gibt es jedoch Regeln zum Schutz der Natur. Ein leichter Pflegeschnitt, der der Sicherheit dient, ist das ganze Jahr über erlaubt. Wer Hecken aber stark einkürzt oder größere Maßnahmen plant, darf dies aus Gründen des Artenschutzes nur im Zeitraum von Oktober bis Ende Februar tun.