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Rostock: Betrüger kapern WhatsApp-Konten

Kriminelle nutzen gefälschte Abstimmungen und Notrufe, um an das Geld von Bürgern im Raum Rostock zu kommen.

In Rostock (Mecklenburg-Vorpommern) sind Betrüger mit einer hinterhältigen Masche über WhatsApp unterwegs. Sie versuchen, die Konten ihrer Opfer zu übernehmen. Sobald sie Zugriff auf das Handy haben, schreiben sie im Namen des Opfers an dessen Freunde und Familie. Die Nachrichten wirken echt, damit die Empfänger glauben, es handle sich wirklich um die bekannte Person.

Ein 65-Jähriger aus dem Bereich des Kriminalkommissariats Sanitz wurde so am vergangenen Freitag Opfer. Er bekam einen Link zu einer angeblichen Online-Abstimmung von jemandem, den er kannte. In der Hoffnung, etwas Gutes zu tun, klickte er auf den Link und folgte den Anweisungen. Damit öffnete er den Betrügern die Tür zu seinem Konto.

Kurz darauf meldete sich der eigentliche Besitzer der Nummer bei ihm und warnte ihn, dass sein Konto missbraucht werde. Doch die Täter waren schneller. Sie hatten bereits viele Nachrichten an die Kontakte des Mannes geschickt. Darin behaupteten sie, dringend Geld für eine Zahnbehandlung zu benötigen, und schickten eine Bankverbindung mit. Obwohl der Mann seine Freunde sofort warnte, hatten einige bereits Geld überwiesen.

Die Täter gehen dabei sehr professionell vor. Sie beantworten Rückfragen plausibel. Wenn die Opfer versuchen anzurufen, lehnen die Betrüger das ab. Sie behaupten dann zum Beispiel, dass sie nach einer Operation noch unter Betäubung stünden oder technische Probleme hätten.

Ein ähnlicher Fall ereignete sich im Bereich des Kriminalkommissariats Gadebusch. Auch dort gaben sich die Täter als vertraute Menschen aus und erfanden eine finanzielle Notlage. In diesem Fall kamen die Betrüger jedoch nicht zum Zug, da der Betrug rechtzeitig erkannt wurde und eine Anzeige erstattet wurde.

Die Polizei warnt nun davor, unüberlegt auf Links in Nachrichten zu klicken oder QR-Codes zu scannen. Wer ungewöhnliche Nachrichten bekommt, sollte die Person einfach kurz anrufen, um die Sache zu prüfen. Zudem hilft die Zwei-Faktor-Authentifizierung in den WhatsApp-Einstellungen, das Konto zu schützen.

Die Kriminalpolizei ermittelt in beiden Fällen wegen des Verdachts auf Betrug und das Ausspähen von Daten. Die Ermittlungen dauern an.

Quelle: Polizeipräsidium Rostock – zur Originalmeldung

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