Rockenhausen: Schüler lernen Verkehrssicherheit an fünf Stationen
An der Schule am Donnersberg in Rockenhausen (Donnersbergkreis, Rheinland-Pfalz) wurde es am Dienstag spannend. 66 Schülerinnen und Schüler im Alter von acht bis 14 Jahren nahmen an der Aktion "Clever zu Fuß - sichere Kids" teil. Das Projekt ist speziell für Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf gedacht, für die normales Lernen im Straßenverkehr oft zu schwierig ist.
Die Kinder wurden in fünf Gruppen aufgeteilt und besuchten nacheinander verschiedene Stationen. Ein echtes Highlight war der große Lastwagen. Hier lernten die Schüler, was der sogenannte tote Winkel ist. Sie stellten sich an markierte Stellen, an denen der Fahrer sie nicht sehen kann. Einige durften sogar auf den Fahrersitz klettern, um die Perspektive des Fahrers zu erleben.
An einer weiteren Station ging es um die Sichtlinie. Die Kinder lernten an geparkten Autos, warum man erst die Straße überqueren darf, wenn man wirklich freien Blick auf den Verkehr hat. Außerdem wurde praktisch geübt, wie man Zebrastreifen und Fußgängerampeln richtig nutzt.
Auch das Thema Sicherheit auf dem Fahrrad war wichtig. Die Schüler lernten, wie ein Helm richtig sitzt. Um zu zeigen, warum das so wichtig ist, gab es einen Melonentest: Eine Melone wurde ohne Schutz und dann mit einem Helm aus der Höhe fallen gelassen. Der Unterschied war deutlich zu sehen.
In einer abgedunkelten "Blackbox" lernten die Kinder schließlich, wie wichtig helle Kleidung ist. Sie mussten Symbole erkennen und zählen, um zu sehen, wie schlecht man im Dunkeln sichtbar ist. Begleitend dazu füllten die Schüler Arbeitsblätter aus, die später in einer Lernmappe für den Unterricht genutzt werden.
Das Projekt wurde von Yvonne Sittel von der Polizeiinspektion Rockenhausen entwickelt. Zusammen mit weiteren Beratern der Polizei und der Kreisverkehrswacht Donnersberg e. V. setzte sie den Tag um. Das Konzept ist so erfolgreich, dass es erst vor wenigen Wochen mit dem "mobil und sicher"-Preis in Gold ausgezeichnet wurde.
Zum Abschluss bekamen alle Kinder einen Ansteckbutton und eine kleine Tasche mit Geschenken. Den Button hatte eine Schülerin der Schule selbst gemalt.