Riemer See in München mit schlechter Wasserqualität
Beim Baden am Riemer See (München) gibt es schlechte Nachrichten aus der offiziellen Bewertung. Die Badestelle am Nordufer wurde als einzige in ganz Bayern als mangelhaft eingestuft. Das geht aus einer Antwort der Gesundheitsreferentin Beatrix Zurek auf Fragen von Stadträten hervor.
Das Problem liegt an der Bauweise des Sees. Er liegt wie in einer Wanne und bekommt nicht ständig frisches Grundwasser zugeführt. Deshalb ist die Wasserqualität dort empfindlicher. In den Jahren 2023 und 2024 kam es jeweils einmal zu einer Verschmutzung. Die Untersuchungen zeigten zu dieser Zeit zu viele Enterokokken im Wasser. Das sind Bakterien, die ein Hinweis auf Kot von Warmblütern sind.
Die Stadt ist sich sicher: Die Schuld tragen die Wasservögel. Vogelkot gelangte in den See und verschlechterte die Werte. Für Badegäste, besonders für Kinder oder ältere Menschen, kann das gefährlich sein. Es kann zu Fieber, Übelkeit oder Durchfall führen.
Um das Problem zu lösen, hat die Stadt schon seit dem Sommer 2024 Maßnahmen ergriffen. Die Grünflächen werden jetzt öfter gemäht, damit der Vogelkot mit abgesammelt wird und nicht in den See gespült wird. Außerdem gibt es jetzt Mülleimer, die Krähen nicht öffnen können, und die Stadt achtet strenger darauf, dass niemand die Vögel füttert.
Die Stadt betont, dass die aktuelle Situation nicht so schlimm ist, wie die Note klingt. Die Bewertung ist eine Art Rückblick auf die letzten drei Jahre. Die Messwerte aus der Saison 2025 und auch die ersten Proben aus 2026 waren nämlich unauffällig. Deshalb gibt es momentan weder ein Badeverbot noch eine offizielle Warnung vor Ort. Wer es genau wissen will, kann die aktuellen Werte auf der Internetseite der Stadt einsehen.
Die Erfahrungen vom Riemer See sollen nun auch bei anderen Projekten helfen. Für den geplanten Badesee in Freiham plant die Stadt deshalb von Anfang an die gleichen Maßnahmen, wie das häufige Mähen und die speziellen Mülleimer.
Ob und wann die Bewertung des Nordufers wieder verbessert wird, hängt von der jährlichen Prüfung ab. Die Ermittlungen zur dauerhaften Wasserqualität dauern an.
Quelle: München – zur Originalmeldung