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München lehnt Geld für Medizinstudierende im PJ ab

Angehende Ärztinnen und Ärzte im Praktischen Jahr sollen an der München Klinik eine Aufwandsentschädigung bekommen. Die Stadt sagt jedoch vorerst Nein.

In München (Bayern) gibt es Streit um das Geld für Medizinstudierende. Mehrere Stadtratsmitglieder der CSU und der Freien Wähler hatten gefordert, dass Studierende im Praktischen Jahr (PJ) an der München Klinik (MüK) eine monatliche Aufwandsentschädigung erhalten. Es geht dabei nicht um einen richtigen Lohn, sondern um eine Anerkennung für die harte Arbeit im Klinikalltag. Zudem soll verhindert werden, dass Studierende bei der Wahl ihres Ausbildungsplatzes benachteiligt werden.

Die Gesundheitsreferentin Beatrix Zurek hat nun geantwortet und den Antrag abgelehnt. Das Hauptproblem ist das Geld. Jährlich sind zwischen 450 und 500 PJ-Studierende an der München Klinik im Einsatz. Würde jeder monatlich zwischen 200 und 600 Euro bekommen, wäre das ein riesiger Kostenfaktor. Da es bisher keine gesetzliche Regelung gibt, wie das Krankenhaus dieses Geld zurückbekommt, müsste die Stadt München die Kosten aus dem eigenen Haushalt bezahlen.

Neben dem Geld gibt es noch ein bürokratisches Problem. Die Verwaltung müsste die Studierenden steuerlich und sozialversicherungsrechtlich korrekt anmelden und wieder abmelden. Dafür bräuchte die Klinik mehr Personal in der Verwaltung, was wiederum weitere Kosten verursachen würde. Die München Klinik kämpft ohnehin schon mit einem hohen Defizit und großen Ausgaben für neue Bauprojekte und ein neues Medizinkonzept.

Die Stadt argumentiert zudem, dass die München Klinik trotz der fehlenden Zahlung bisher nicht an Attraktivität verloren hat. Es gebe keine Anzeichen dafür, dass weniger Fachkräfte kommen, nur weil es kein Geld für das PJ gibt. Die Stadt hofft stattdessen auf eine bundesweite Lösung, da auch die Bundesregierung eine solche Entschädigung in ihrem Koalitionsvertrag versprochen hat, dies aber noch nicht umgesetzt wurde.

Ob die Politik das Thema noch einmal aufgreift oder ob die Studierenden weiterhin ohne Entschädigung arbeiten müssen, bleibt abzuwarten.

Quelle: München – zur Originalmeldung

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