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München lehnt Task Force gegen Jugendkriminalität ab

Zwei Stadträte wollten eine neue Expertengruppe gegen die Kriminalität bei Kindern und Jugendlichen gründen. Das Sozialreferat sagt nun Nein.

In München (Bayern) gibt es einen Streit um den Umgang mit jungen Straftätern. Die Stadtratsmitglieder Alexandra Gaßmann und Manuel Pretzl von der CSU-Fraktion mit den Freien Wählern hatten einen Antrag gestellt. Sie forderten die Einrichtung einer sogenannten „Task Force Jugendkriminalität“.

Die Idee war: Experten von der Polizei, aus der Justiz, von Kirchen und aus der Forschung sollten zusammenkommen. Gemeinsam wollten sie untersuchen, warum die Kriminalität bei Kindern und Jugendlichen in der Stadt so stark ansteigt. Aus diesen Analysen sollten dann neue Pläne entstehen, um Straftaten zu verhindern oder besser zu bestrafen.

Das Sozialreferat der Stadt hat diesen Plan nun abgelehnt. In einer Antwort an die Politiker heißt es, dass eine solche Gruppe nicht nötig sei. Es gebe in München bereits seit vielen Jahren Netzwerke und Arbeitskreise, die genau diese Aufgaben übernehmen. Man arbeite bereits eng zusammen, um Ursachen zu finden und präventiv zu handeln.

Als Argument für die Ablehnung nennt die Stadt auch aktuelle Zahlen. Laut dem Sicherheitsreport 2025 des Polizeipräsidiums Münchens, der am 20. März 2026 veröffentlicht wurde, geht die Gewaltkriminalität sogar zurück. Bei Kindern sank die Zahl der Tatverdächtigen um 17,2 Prozent, bei Jugendlichen um 9,4 Prozent.

Das Sozialreferat sieht in diesen Zahlen einen Beweis, dass die bisherige Arbeit funktioniert. Man wolle die bestehenden Angebote weiterhin prüfen und bei Bedarf anpassen, eine neue Task Force sei aber nicht erforderlich. Damit ist die Angelegenheit aus Sicht der Verwaltung erledigt.

Quelle: München – zur Originalmeldung

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