Rheingau-Taunus-Kreis: Warnung vor Wildunfällen durch Blattzeit
Im Rheingau-Taunus-Kreis (Hessen) hat die sogenannte Blattzeit begonnen. Das ist die Paarungszeit der Rehe. Weil es in diesem Jahr so heiß war, beginnt diese Phase in vielen Regionen früher als sonst. In den kühleren Teilen des Kreises setzt die Zeit meist etwas später ein, ist nun aber angebrochen.
Das bedeutet für alle, die unterwegs sind: Die Gefahr von Wildunfällen steigt deutlich. Die Rehböcke suchen jetzt Partnerinnen und sind dabei weniger vorsichtig als sonst. Deshalb rennen sie oft plötzlich und unerwartet über die Straße. Das passiert nicht nur in der Dämmerung, sondern mittlerweile den ganzen Tag über. Besonders gefährlich ist es auf Landstraßen, die an Wäldern, Wiesen oder Feldern vorbeiführen.
Der Landesjagdverband Hessen gibt Tipps für den Ernstfall: Wenn ein Reh plötzlich auf die Fahrbahn springt, sollten Fahrer das Fernlicht ausschalten und kontrolliert abbremsen. Zudem hilft Hupen. Wichtig ist, dass man das Lenkrad fest im Griff behält. Von riskanten Ausweichmanövern wird dringend abgeraten. Ein Zusammenstoß mit einem Tier ist meistens weniger schlimm, als wenn man unkontrolliert in den Gegenverkehr oder gegen einen Baum steuert.
Sollte es trotzdem zu einem Unfall kommen, muss zuerst die Stelle abgesichert werden. Danach muss die Polizei unter der Notrufnummer 110 gerufen werden. Verletzte Tiere dürfen nicht angefasst oder verfolgt werden. Falls das Reh wegläuft, kann man die Fluchtrichtung markieren, zum Beispiel mit einer Tüte oder einem Taschentuch am Straßenrand. So kann der Jäger das Tier schneller finden.
Wer weitere Fragen hat, kann sich an den Pressesprecher des Landesjagdverbands Hessen, Markus Stifter, wenden. Er ist unter der Telefonnummer 0171-416 9392 oder per E-Mail unter [email protected] erreichbar.