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Kampf gegen Hitze: Gemeinden im Rheingau planen Schutzkonzept

Schlangenbad und vier Nachbarorte wollen ihre Region besser gegen Starkregen und Hitze wappnen. Am 6. Mai startete das gemeinsame Projekt in Kiedrich.

Die Jahre 2022 und 2023 waren im Rheingau die heißesten seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Auch Starkregen und lange Trockenperioden machen sich bemerkbar. Deshalb schließen sich Schlangenbad (Rheingau-Taunus-Kreis, Hessen), Eltville am Rhein, Kiedrich, Oestrich-Winkel und Walluf zusammen. Unter dem Namen „Rheingau+“ entwickeln sie ein Konzept, um die Region widerstandsfähiger gegen den Klimawandel zu machen.

Am Montag, den 6. Mai 2024, fand die Auftaktveranstaltung im Bürgerhaus von Kiedrich statt. Dort trafen sich die fünf Bürgermeister, Fachleute und viele interessierte Bürger. Prof. Dr. Hans Reiner Schulz von der Hochschule Geisenheim warnte in seinem Vortrag vor den Folgen der Erwärmung. Er berichtete etwa von Weinstöcken, die im Herbst 2022 nach einer extremen Trockenzeit plötzlich wieder austrieben. Das zeigt deutlich, wie sehr das Klima in der Region bereits aus dem Gleichgewicht geraten ist.

Die Projektleiterinnen Hannah Fröb und Ruth Bindewald erklärten den Unterschied zwischen Klimaschutz und Klimaanpassung. Während der Klimaschutz versucht, die Erwärmung insgesamt zu bremsen, geht es bei der Anpassung darum, mit den Folgen umzugehen. Ziel ist es, die Orte so zu gestalten, dass Hitze und Regen weniger Schaden anrichten. Ein Beispiel dafür ist die Pflege gesunder Wälder und Böden.

Das fertige Konzept soll im Sommer 2025 vorliegen. Bis dahin planen die Verantwortlichen weitere Workshops mit Fachleuten, um den aktuellen Stand zu analysieren und konkrete Maßnahmen festzulegen. Wer auf dem Laufenden bleiben will, kann sich per E-Mail an [email protected] für einen Newsletter anmelden.

Quelle: Schlangenbad – zur Originalmeldung

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