Rheingau-Taunus-Kreis: Mehrere Waldbrände fordern Feuerwehr
Am Mittwochnachmittag mussten die Feuerwehren im Rheingau-Taunus-Kreis (Hessen) gleich an mehreren Stellen gegen Waldbrände kämpfen. Die Temperaturen waren hoch, das Gelände steil und die Böden durch die Trockenheit ausgetrocknet. Das machte die Arbeit für die Retter extrem anstrengend.
Der schwerste Einsatz begann gegen 15:07 Uhr zwischen Bad Schwalbach-Adolfseck und Hohenstein-Breithardt. Dort breitete sich das Feuer in einem Steilhang oberhalb der B54 schnell aus. Zuerst dachten die Einsatzkräfte an eine Fläche von 8000 Quadratmetern, doch eine Drohne klärte auf: Es brannten etwa 3500 Quadratmeter Wald. Die Wasserversorgung war ein Problem, deshalb mussten Leitungen bis zur Kläranlage verlegt werden. Zudem stürzten Bäume um, sodass die Forstleute von HessenForst erst gefährliche Stämme fällen mussten, damit die Feuerwehr überhaupt vorankam.
Die B54 musste zwischen Bad Schwalbach-Adolfseck und den Abfahrten nach Hohenstein-Breithardt gesperrt werden. Gegen 17:04 Uhr hatten die Einsatzkräfte das Feuer unter Kontrolle. Eine Feuerwehrfrau verletzte sich bei den Arbeiten leicht. Die Retter versorgten sie vor Ort, doch sie wollte sofort wieder mithelfen und kehrte auf eigenen Wunsch in den Einsatz zurück. Die Sperrung der Straße wurde kurz darauf wieder aufgehoben.
Fast zeitgleich gab es weitere Meldungen. Um 15:32 Uhr brannte es an der B260 zwischen Bad Schwalbach-Heimbach und der Abfahrt zur Straße. Dort waren etwa 150 Quadratmeter Wald betroffen, bis die Feuerwehr gegen 16:18 Uhr „Feuer aus“ melden konnte. In Waldems bei Wüstems wurde gegen 15:41 Uhr ebenfalls ein Brand gemeldet. Die Feuerwehr und eine Drohne suchten das Gebiet ab, fanden aber weder Rauch noch Feuer.
Die Feuerwehr stellte klar, dass es sich bei dem großen Brand an der B54 um eine neue Stelle handelt und nicht um das Feuer vom vergangenen Montag. Da das Gelände so steil ist, dauern die Nachlöscharbeiten noch an. Eine Gefahr für Wohnhäuser besteht jedoch nicht.
Im Einsatz waren zahlreiche Freiwillige Feuerwehren, das THW, die Polizei sowie Helfer vom ASB, DRK und JUH. Auch die Leitstelle wurde mit mehr Personal besetzt. Die Polizei ermittelt nun, wie die Brände entstanden sind. Bisher gibt es dazu keine Erkenntnisse.
Quelle: Feuerwehr, Katastrophenschutz und Rettungsdienst Rheingau-Taunus-Kreis – zur Originalmeldung